Der Continental Bulldog ist ein mittelgroßer, kräftiger Begleithund aus der Schweiz, der auf einen beweglicheren Bulldogtyp mit weniger extremen Körpermerkmalen zurückgeht. Viele Contis sind anhänglich, verspielt und gern mitten im Familienleben. Trotzdem braucht auch diese Bulldogge Erziehung, passende Bewegung und überprüfbare Gesundheitsvorsorge. Die Bezeichnung „gesündere Alternative“ beschreibt ein Zuchtziel und keine Garantie für deinen Hund. Wenn du Bulldogcharme magst und genauer hinschauen möchtest als bis zur niedlichen Stirnfalte, lohnt sich ein Blick auf Atmung, Gelenke und euren gemeinsamen Alltag.
Continental Bulldog im Steckbrief: Wie groß und schwer wird er?
Der Continental Bulldog ist kompakt und muskulös, soll sich aber frei und flüssig bewegen können. Eine erkennbare Schnauze, offene Nasenlöcher und eine natürliche längere Rute gehören zum angestrebten Erscheinungsbild.
| Merkmal | Einordnung |
|---|---|
| Ursprung | Schweiz |
| FCI | Standard Nr. 369, Gruppe 2, doggenartige Molosser |
| Anerkennung | Seit 30. März 2022 provisorisch von der FCI anerkannt, Stand Oktober 2026 |
| Schulterhöhe | Rüden 42–50 cm, Hündinnen 40–48 cm nach aktuellem Standard |
| Gewicht | Ungefähr 20–30 kg je nach Größe. Im Größen-/Gewichtsabschnitt nennt der Standard 30 kg für Rüden und 25 kg für Hündinnen |
| Fell | Kurz, dicht, glatt und glänzend, feine Unterwolle möglich |
| Farben | Unter anderem Falb bis Rot, gestromt, Schwarz und Weiß in zugelassenen Kombinationen |
| Lebenserwartung | Häufig genannte Orientierung etwa 10–12 Jahre, belastbare große Langzeitdaten zur jungen Rasse sind begrenzt |
| Alltagsaufwand | Bewegung und Ruhe, Leinenführigkeit, Körperkondition, Atemfunktion und Gelenkvorsorge |
Der aktuelle FCI-Standard für den Continental Bulldog wurde im März 2026 veröffentlicht. Ältere Rasseporträts nennen teilweise engere Größenbereiche. Bei der Auswahl zählen neben den Maßen immer Körperkondition und funktionale Gesundheit. Ein kleinerer Hund muss nicht auf 30 Kilogramm gebracht werden, nur weil diese Zahl irgendwo in seiner Rassebeschreibung steht.
Woher kommt der Conti und welche Rassen stecken dahinter?
Der Continental Bulldog entstand in der Schweiz aus einem Zuchtprojekt mit Englischen Bulldogs und Old English Bulldogs. Daraus entwickelte sich eine eigenständige Rasse, die einen gemäßigteren Bulldogtyp erhalten soll.
Die Schweizer Züchterin Imelda Angehrn begann das Projekt Anfang der 2000er-Jahre. Im Mittelpunkt standen ein beweglicher Körper, weniger extreme Merkmale und die Eignung als Familien- und Begleithund. Seit 2004 betreut der Continental Bulldog Club Schweiz die Rasse.
Der Conti ist somit nicht einfach ein neu benannter Mischling aus zwei beliebigen Bulldoggen. Zur Rasse gehören nachvollziehbare Abstammung, ein eigener Standard und organisierte Zucht. Die derzeit provisorische FCI-Anerkennung ist eine offizielle Anerkennungsstufe und nicht dasselbe wie eine fehlende Anerkennung.
Mit der Englischen Bulldogge verbindet ihn ein Teil seiner Herkunft. Der Conti wird jedoch mit einem anderen Erscheinungsbild und eigenen Zuchtvorgaben geführt. Auch Olde English Bulldogge, American Bulldog und Französische Bulldogge sind keine anderen Namen für denselben Hund.
Wie zeigt sich sein Wesen zu Hause?
Viele Continental Bulldogs sind menschenbezogen, selbstsicher und verspielt, können im vertrauten Zuhause aber gut zur Ruhe kommen. Wie stark Nähebedürfnis, Wachsamkeit und Temperament ausfallen, unterscheidet sich von Hund zu Hund.
Ein Conti kann gemütlich neben dir schlafen und wenig später mit erstaunlicher Begeisterung eine gemeinsame Spielrunde vorschlagen. „Gemütlich“ bedeutet deshalb nicht, dass er jeden Tag mit drei Schritten zum Gartentor zufrieden wäre. Umgekehrt musst du einen zufriedenen Hund nicht laufend aktivieren, weil er gerade niemanden unterhält.
Manche Contis begegnen Besuch offen, andere beobachten zunächst. Ermögliche freiwilligen Kontakt und einen Rückzugsplatz. Seine breite Mimik darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch er mit Abwenden, Ausweichen und Körperspannung seine Grenzen zeigt.
Eigenständigkeit kann ebenfalls vorkommen. Wenn der Hund am Weg zur geliebten Wiese stehen bleibt, helfen ein gut aufgebautes Weitergehen-Signal und eine passende Belohnung. Die Diskussion muss nicht durch Zug am Halsband entschieden werden. Schließlich soll am Ende der Spaziergang gelingen und kein öffentlicher Kraftvergleich.
Ist der Continental Bulldog ein Familien- und Anfängerhund?
Ein Conti kann zu engagierten Hundeanfängern und Familien passen, wenn Erwachsene seine Kraft, Ausbildung und gesundheitliche Versorgung realistisch einplanen. Der Ruf als unkomplizierter Familienhund ist keine automatische Ausstattung jedes Welpen.
Mit Kindern kann seine verspielte, kontaktfreudige Art angenehm sein. Trotzdem können 25 oder 30 Kilogramm im freundlichen Anlauf ein kleines Kind umwerfen. Erwachsene beaufsichtigen gemeinsame Aktivitäten und übernehmen die Leine. Beim Fressen, Schlafen und Kauen bleibt der Hund ungestört.
Übe schon mit dem jungen Hund, Menschen mit vier Pfoten am Boden zu begrüßen. Ein kleines Anspringen wächst schnell mit. Kinder lernen, Ausweichen zu respektieren und keine Ohren, Lefzen oder Rute festzuhalten. Wer Ruhe braucht, darf sie auf einem geschützten Platz bekommen.
Für Anfänger ist Unterstützung sinnvoll, bevor sich Ziehen, Anspringen oder aufgeregtes Begrüßen festigen. Ein guter Hundetrainer erklärt kleine Schritte und berücksichtigt Körperbau und Belastbarkeit. Die Beschreibung „stur, aber lieb“ ersetzt keine Anleitung für den Mittwochmorgen mit Schulranzen, Nachbarhund und offener Haustür.
Wie erziehst du einen Continental Bulldog?
Ein Conti braucht verständliche Regeln, kurze Übungseinheiten und Belohnungen, die zum Hund und zur Situation passen. Konsequenz bedeutet berechenbar zu handeln, nicht besonders streng aufzutreten.
Zu den wichtigsten Grundlagen gehören lockere Leine, ein zuverlässiges Rückrufsignal, Abgeben und entspanntes Warten. Beginne mit wenig Ablenkung und erhöhe die Schwierigkeit erst, wenn die Aufgabe dort gut klappt. Ein Hund, der in der Küche problemlos reagiert, kennt das Signal neben drei spielenden Hunden noch nicht automatisch genauso gut.
| Alltagssituation | Was du vorbereitest | Was es erleichtert |
|---|---|---|
| Besuch kommt | Ruhiges Warten auf der Matte, danach kontrollierte Begrüßung | Weniger Anspringen und Gedränge an der Tür |
| Spannender Geruch am Weg | Mit lockerer Leine hingehen, Schnüffeln als Belohnung nutzen | Der Hund muss sich interessante Stellen nicht durch Ziehen erarbeiten |
| Pfoten- oder Maulkontrolle | Kurze freiwillige Berührungen und kleine Pausen | Pflege und tierärztliche Untersuchung werden vorhersehbarer |
| Spiel wird zu wild | Früh eine kleine Unterbrechung, ruhige gemeinsame Aufgabe | Der Hund findet leichter zurück in einen ansprechbaren Zustand |
Wenn dein Hund an der Leine zieht, trainierst du zunächst auf ruhigen Strecken und mit geeigneter Ausrüstung. Ein gut sitzendes Geschirr muss den breiten Brustkorb berücksichtigen, darf hinter den Vorderbeinen nicht scheuern und soll die Bewegung nicht blockieren.
Plötzliche Unlust wird gesundheitlich mitgedacht. Bleibt ein sonst aktiver Hund stehen, können Hitze, Schmerzen oder Atemprobleme dahinterstecken. Die Rasse darf einen eigenen Kopf haben. Sie darf trotzdem untersucht werden, wenn etwas nicht stimmt.
Wie viel Auslauf und Beschäftigung braucht ein Conti?
Ein gesunder Continental Bulldog braucht täglich Bewegung, Schnüffelzeit und gemeinsame Aufgaben, aber kein Hochleistungspensum. Seine Belastbarkeit wird individuell beurteilt und langsam aufgebaut.
Mehrere Spaziergänge, darunter eine längere abwechslungsreiche Runde, können eine gute Grundlage bilden. Ergänze kurze Suchspiele, kleine Tricks oder ruhige Aufgaben mit Gegenständen. Der Hund soll Gelegenheit haben, seine Umgebung wahrzunehmen, statt nur eine möglichst effiziente Strecke abzuarbeiten.

Nasenarbeit lässt sich gut anpassen. Du kannst einzelne Futterstücke in einem übersichtlichen Bereich suchen lassen oder einen vertrauten Gegenstand verstecken. Ziehe Futterbelohnungen von der Tagesration ab und starte leicht. Die erste Suchaufgabe braucht keinen Schwierigkeitsgrad, bei dem selbst der Mensch den Überblick verliert.
Häufige hohe Sprünge, abrupte Richtungswechsel und endloses Ballhetzen sollten nicht das Standardprogramm bilden. Für Joggen, Fahrradbegleitung oder anspruchsvollen Hundesport müssen körperliche Reife, Bewegungsapparat und Atemfunktion passen. Ein enthusiastischer Start sagt wenig darüber aus, wie gut der Hund die Belastung tatsächlich verträgt.
Welpen erhalten kleine Erkundungen und viele Ruhephasen. Lass sie in passenden Portionen unterschiedliche Untergründe und Umgebungen kennenlernen. Eine starre Minutenformel ersetzt dabei weder Beobachtung noch eine individuelle gesundheitliche Einschätzung.
Verträgt er sich mit anderen Hunden und Katzen?
Viele Contis sind kontaktfreudig, aber eine bestimmte Rasse garantiert keine Verträglichkeit mit jedem anderen Tier. Sozialisation und passende Begegnungen bleiben wichtig.
Achte bei Hundekontakten darauf, wie beide Hunde spielen und ob sie noch auf Unterbrechungen reagieren. Ein körperbetont spielender Bulldog kann einen zarteren Hund überfordern, obwohl er freundlich gestimmt ist. Unterbrich früh und gib beiden Tieren Platz. Nicht jedes Ausweichen ist eine Einladung zur nächsten Runde.
Jagdverhalten kann ebenfalls auftreten. Sichere den Hund dort, wo Rückruf und Umgebung noch nicht zuverlässig zusammenpassen. Impulskontrolle wird für konkrete Auslöser geübt. Abwarten vor dem Napf beweist nicht, dass der Hund eine flüchtende Katze ignoriert.
Wenn du Hund und Katze aneinander gewöhnst, braucht die Katze sichere Auswege, erhöhte Plätze und ungestörte Bereiche. Begegnungen beginnen kurz, ruhig und gesichert. Kleine Heimtiere bleiben räumlich getrennt. Bei einem Zweithund gehören Rückzugsplätze und getrennte Fütterung zur Planung.
Kann ein Continental Bulldog in einer Wohnung leben und allein bleiben?
Wohnungshaltung kann für einen Conti gut funktionieren, wenn Bewegung, Ruhe, ein praktikabler Zugang nach draußen und Betreuung stimmen. Ein Garten ist angenehm, aber keine notwendige Ersatzlösung für Spaziergänge.
Überlege, wie du einen kranken oder alten Hund nach draußen bringst. Ein kompakter Conti ist kein leichter Tragehund. Viele steile Treppen, glatte Böden und ein kleiner Aufzug können den Alltag erschweren. Rutschfeste Wege und ein geeigneter Schlafplatz helfen unabhängig vom Alter.
Das menschenbezogene Wesen kann den Aufbau des Alleinbleibens wichtig machen. Beginne nach der Eingewöhnung mit sehr kurzen Trennungen und verlängere nur, solange der Hund entspannt bleibt. Hecheln, Umherlaufen oder anhaltendes Lautgeben sind Gründe, den Aufbau anzupassen.
Für längere Abwesenheiten brauchst du eine passende Betreuung. Ein zweiter Hund oder ein besonders langer Morgenspaziergang löst Trennungsstress nicht zuverlässig. Probiere die Betreuung frühzeitig aus, damit ein wichtiger Termin nicht gleichzeitig der erste große Alleinbleibeversuch wird.
Ist der Continental Bulldog wirklich gesund?
Der Continental Bulldog wird mit dem Ziel eines funktional gesunden, gemäßigter gebauten Bulldogs gezüchtet, kann aber trotzdem Atem-, Gelenk-, Haut- und andere Gesundheitsprobleme entwickeln. Entscheidend sind der konkrete Hund und nachvollziehbare Untersuchungen.
Eine etwas längere Schnauze und weniger Falten sind sinnvolle Merkmale. Sie beweisen allein jedoch keine freie Atemfunktion. Auch eine natürliche Rute ist erwünscht, ersetzt aber keine Beurteilung des Bewegungsapparats. Das Wort „qualzuchtfrei“ auf einer Verkaufsseite ist deshalb kein Untersuchungsbefund.
Bei der jungen Rasse sind große Langzeitdaten begrenzt. Aus dem Zuchtziel lässt sich keine exakte Häufigkeit einzelner Krankheiten ableiten. Umso wichtiger sind systematische Untersuchungen, offene Angaben zur Verwandtschaft und eine Zucht, die Probleme nicht als charmante Bulldoggeigenheit abtut.
Was bedeutet BOAS und woran erkennst du Atemprobleme?
BOAS bezeichnet ein durch Kurzköpfigkeit begünstigtes Atemwegssyndrom, bei dem Engstellen das Atmen erschweren können. Die tatsächliche Funktion ist wichtiger als ein einzelnes Foto der Nase.
Auffälliges Röcheln, pfeifende Atmung, ungewöhnlich schnelle Erschöpfung, Schlafprobleme oder eine schlechte Erholung nach geringer Belastung werden tierärztlich abgeklärt. Dass ein Hund solche Geräusche schon länger macht, macht sie nicht harmlos. Sehr angestrengte Atmung, bläuliche Schleimhäute oder Kollaps sind Notfallzeichen.
Der Standard verlangt auch bei zügiger Bewegung geräuschloses Atmen. Für eine belastbare Einschätzung helfen standardisierte tierärztliche Atemfunktionstests. Belastungstests sind keine selbst organisierte Probe, bei der du den Hund so lange laufen lässt, bis etwas auffällt.
Die Zuchtzulassungsinformationen des Continental Bulldog Clubs Deutschland nennen unter anderem einen BOAS-Test ab zwölf Monaten sowie HD-/ED-Untersuchungen und genetische Untersuchungen. Lass dir Datum, Ergebnis und Geltungsbereich der Befunde beider Eltern erklären. Ein guter Befund ist wichtig, aber keine lebenslange Garantie für alle Nachkommen.
Welche weiteren Gesundheitsbefunde sind wichtig?
Neben der Atmung verdienen Hüften, Ellenbogen, Augen, Haut und Harnwege besondere Aufmerksamkeit. Gentests und körperliche Untersuchungen beantworten dabei unterschiedliche Fragen.
| Thema | Einordnung | Sinnvolle Frage vor dem Kauf |
|---|---|---|
| HD und ED | Fehlentwicklungen von Hüft- oder Ellenbogengelenken können Schmerzen und Arthrose begünstigen | Welche offiziellen Auswertungen und Verpaarungsauflagen liegen vor? |
| Cystinurie | Vermehrte Cystinausscheidung kann Harnsteine und einen Harnwegsverschluss begünstigen | Welche passenden Testergebnisse, Erkrankungen und Zuchtentscheidungen sind dokumentiert? |
| DVL2 | Untersuchter genetischer Zusammenhang mit dem Robinow-like-Komplex und bestimmten Körpermerkmalen bei Bulldogtypen | Welche Ergebnisse haben die Eltern und wie wurden sie bei der Verpaarung berücksichtigt? |
| Haut und Augen | Reizungen, Entzündungen oder Lidprobleme können auch beim Conti auftreten | Gibt es wiederkehrende Beschwerden bei Eltern und nahen Verwandten? |
Bei DVL2 geht es um eine Genvariante, die mit bestimmten Veränderungen der Skelettentwicklung und der Körperform bei Bulldogtypen zusammenhängt. Das Ergebnis hilft bei der Zuchtplanung, sagt aber nicht allein voraus, welche Beschwerden ein einzelner Hund haben wird.
Ein DNA-Profil bestätigt die genetische Identität und ist kein vollständiger Gesundheitscheck. Auch ein unauffälliger DVL2-Test beantwortet weder die Frage nach allen Wirbelformen noch nach der Atemfunktion. Für Cystinurie müssen Laborbefund, getestete Variante und klinischer Zusammenhang fachkundig eingeordnet werden.
Häufiges Pressen, Schmerzen oder Blut beim Urinieren werden untersucht. Kann der Hund trotz wiederholter Versuche keinen Urin absetzen, ist das ein dringender Notfall. Futterwechsel und Abwarten sind dann keine geeignete erste Lösung.
Wie schützt du den Conti vor Hitze?
Bei Wärme braucht auch ein beweglicher Continental Bulldog angepasste Aktivität, Schatten und Wasser. Die Bezeichnung gesündere Bulldogge schützt nicht vor Überhitzung.
Verlege längere Spaziergänge in kühlere Stunden und reduziere Tempo sowie Strecke frühzeitig. Wähle schattige Wege und vermeide aufgeheizte Flächen. In einem parkenden Auto bleibt der Hund bei entsprechender Wärme nicht zurück, auch nicht für einen kurzen Einkauf.
Beobachte, ob dein Hund zu warm wird. Sehr starkes Hecheln, ungewöhnliche Schwäche, Koordinationsprobleme oder eine erkennbare Atemnot werden ernst genommen. Beende die Belastung, bringe ihn aus der Wärme und hole bei solchen Warnzeichen sofort tierärztliche Hilfe.
Übergewicht erschwert die Situation zusätzlich. Eine schlanke Körperkondition und die Behandlung vorhandener Atemprobleme sind deshalb Teil der Vorsorge. Eine Kühlmatte kann einen kühlen Liegeplatz ergänzen, ersetzt aber keine geeignete Umgebung.

Welche Pflege braucht das kurze Fell?
Das kurze Fell des Continental Bulldogs lässt sich meist mit einer weichen Bürste oder einem Pflegehandschuh versorgen, haart aber trotzdem. Kurze Haare können sich durchaus hartnäckig in Polstern und Kleidung festsetzen.
Kontrolliere vorhandene Falten, Lefzenbereiche und Pfoten auf Feuchtigkeit und Rötung. Reinige bei Bedarf vorsichtig und trockne anschließend. Dauerndes scharfes Desinfizieren ist keine normale Hautpflege. Geruch, Juckreiz oder Schmerz gehören abgeklärt.
Zu den regelmäßigen Aufgaben zählen Krallen, Ohren, Zähne und Augen. Zähneputzen mit Hundezahnpasta übst du früh und kleinschrittig. Gesunde Ohren werden kontrolliert, aber nicht ohne Anlass tief gereinigt.
Bei Nässe und Kälte kann ein Hund mit wenig Unterwolle zusätzlichen Schutz brauchen. Entscheidend sind Wetter, Aktivität und das Verhalten des einzelnen Hundes. Sein muskulöser Auftritt bedeutet nicht, dass ihm bei Wind und Regen grundsätzlich warm ist.
Wie fütterst du einen Continental Bulldog passend?
Ein Conti braucht ein ausgewogenes Futter, das zu Alter, Aktivität und Gesundheit passt, und angemessene Portionen. Ein breiter Brustkorb ist kein Grund, auch die Taille verschwinden zu lassen.
Nutze ein geeignetes Alleinfutter als Grundlage und passe die Menge anhand von Gewicht und Körperkondition an. Training, Kauartikel und kleine Extras werden mitgerechnet. Bei selbst zubereiteten Rationen ist eine fachkundige Berechnung nötig, im Wachstum besonders sorgfältig.
Eine bestimmte Fleischsorte oder getreidefreie Fütterung ist nicht pauschal für alle Contis nötig. Wiederkehrender Juckreiz oder Verdauungsprobleme werden systematisch untersucht. Viele spontane Futterwechsel machen die Ursache nicht automatisch deutlicher.
Bei bestätigten Harnsteinproblemen gelten die tierärztlichen Empfehlungen für den konkreten Befund. Eine beliebige Bulldog-Spezialnahrung ersetzt weder Diagnostik noch einen abgestimmten Plan. Frisches Trinkwasser steht jederzeit bereit.
Continental Bulldog kaufen oder adoptieren: Was solltest du prüfen?
Ein passender Conti hat nachvollziehbare Herkunft, überprüfbare Befunde und einen Aufzucht- oder Vermittlungshintergrund, der zu deinen Lebensbedingungen passt. Besuche Hunde persönlich und beobachte mehr als ihr Verhalten auf dem Sofa.
Lass dir erwachsene Hunde bei normaler Bewegung zeigen, ohne sie absichtlich stark zu belasten. Frage nach Atmung, Gangbild, Haut, Medikamenten und bisherigen Operationen. Erkundige dich, wie Welpen unterschiedliche Untergründe, Ruhe, Menschen und alltägliche Geräusche kennenlernen.
- Unterlagen prüfen: Ahnentafel, Chipzuordnung, Impfungen und tatsächliche Untersuchungsberichte.
- Eltern kennenlernen: Körperkondition, Erholung nach Bewegung und Umgang mit Menschen beobachten.
- Probleme offen besprechen: Welche Erkrankungen oder schwierigen Verhaltensweisen sind in der Verwandtschaft bekannt?
- Versorgung planen: Betreuung, Tierarztpraxis, Transport und gegebenenfalls Versicherung vorher klären.
Auch ein erwachsener Conti aus seriöser Vermittlung kann passen. Frage nach bekannten Auslösern, Alleinbleiben und medizinischen Bedürfnissen. Eine gute Vermittlung erklärt Einschränkungen und unterstützt die Eingewöhnung.
Zum Kaufpreis oder zur Schutzgebühr kommen Futter, Steuer, Haftpflicht, Vorsorge, Training, Betreuung und mögliche Behandlungen. Hole konkrete Angebote ein und plane eine Rücklage oder passende Kranken- beziehungsweise OP-Versicherung. Die tatsächlichen Bedingungen sind aussagekräftiger als ein allgemeiner Monatsbetrag aus dem Internet.
Weitere Fragen zum Continental Bulldog
Ist der Conti wegen der FCI-Anerkennung automatisch kein Listenhund?
Nein, eine kynologische Anerkennung entscheidet nicht über das örtliche Hunderecht. Prüfe die konkreten Vorgaben, gegebenenfalls auch für große Hunde, am Wohnort und bei Reisen. Bei unklarer Abstammung oder einer Kreuzung ist eine individuelle behördliche Klärung besonders wichtig.
Gibt es anerkannte Mini-Continental-Bulldogs?
Eine eigene Mini-Varietät sieht der FCI-Standard nicht vor. Solche Verkaufsbezeichnungen sagen wenig über Abstammung oder Gesundheit aus. Prüfe Körperbau und Herkunft besonders sorgfältig, statt eine geringe Größe automatisch als Vorteil zu bewerten.
Darf ein Continental Bulldog schwimmen?
Ob er sicher und gern schwimmt, ist individuell. Körperbau, Kondition und Erfahrung spielen eine Rolle. Beginne flach und beaufsichtigt, vermeide Sprünge in unbekanntes Wasser und sichere bei Bedarf mit einer passenden Hundeschwimmweste. Eine Rassebezeichnung ist kein Schwimmabzeichen.
Ist Schnarchen beim Conti immer harmlos?
Nein, wiederkehrendes deutliches Schnarchen, unruhiger Schlaf oder Atempausen sollten abgeklärt werden. Eine ungünstige Schlafposition kann Geräusche beeinflussen, erklärt aber nicht jede Auffälligkeit. Ein Video kann der Tierarztpraxis bei der Einschätzung helfen.
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