Ein Chihuahua ist aufmerksam, oft sehr anhänglich und für erstaunlich viele Unternehmungen zu haben. Ob er zu dir passt, hängt aber von mehr ab als dem freien Platz auf deinem Sofa. Der kleine Hund braucht Bewegung, verständliche Regeln und Menschen, die seine Grenzen respektieren. Dazu kommen gesundheitliche Risiken, über die man vor der Anschaffung sprechen sollte. Hier erfährst du, wie der Alltag mit einem Chihuahua aussieht, was Kurzhaar und Langhaar unterscheidet und weshalb „noch kleiner“ kein vernünftiges Zuchtziel ist.
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Der Chihuahua im Steckbrief
| Merkmal | Das solltest du wissen |
|---|---|
| Herkunft | Mexiko, benannt nach dem Bundesstaat Chihuahua |
| Einordnung | Begleithund, FCI-Gruppe 9 |
| Fell | Kurzhaar und Langhaar |
| Größe | Häufig etwa 15–25 cm Schulterhöhe. Das ist eine Orientierung, der FCI-Standard legt keine Zentimetergröße fest. |
| Gewicht | Im Standard 1–3 kg, dort als ideal bezeichnet werden 1,5–2,5 kg. Das ist keine individuelle Gewichtsempfehlung. |
| Charakter | Häufig aufmerksam, lebhaft und menschenbezogen, individuell unterschiedlich |
| Lebenserwartung | Eine große britische Studie ermittelte 11,8 Jahre als Median. Einzelne Hunde werden deutlich älter. Die Einordnung folgt unten. |
| Besonderheiten | Körperliche Verletzlichkeit, sorgfältige Zahnpflege und kritischer Blick auf extreme Zuchtmerkmale |
Schon bei der Ausstattung lohnt sich genaues Hinsehen. Ein verstellbares Brustgeschirr in kleiner Größe* kann Zug am empfindlichen Hals vermeiden. Es muss zum gemessenen Brustumfang passen, darf nicht scheuern und sollte die Bewegung nicht behindern. Auch Leine und Karabiner sollten wenig Gewicht mitbringen. „Für kleine Hunde“ auf der Verpackung ersetzt die Anprobe leider nicht.
Chihuahua-Charakter: aufmerksam, anhänglich und individuell
Viele Chihuahuas suchen die Nähe ihrer Menschen, beobachten ihre Umgebung genau und lernen gern. Manche begrüßen Besuch begeistert, andere möchten erst aus sicherer Entfernung herausfinden, wer da gerade ins Wohnzimmer marschiert. Beides sagt zunächst wenig darüber aus, wie gut der Hund erzogen ist.
Die Rasse kann Hinweise auf Verhaltensneigungen geben. Wie sich ein bestimmter Chihuahua entwickelt, hängt außerdem von Veranlagung, Aufzucht, Erfahrungen, Gesundheit und deinem Umgang mit ihm ab. Auch die Behauptung, jeder Chihuahua habe nur eine einzige Bezugsperson, greift zu kurz. Er kann zu mehreren Menschen verlässliche Beziehungen aufbauen.
Bellen und Knurren verdienen eine vernünftige Antwort
Ein Chihuahua, der einen großen Hund anbellt, hält sich nicht automatisch für dessen Chef. Vielleicht möchte er Abstand, hat schlechte Erfahrungen gemacht oder ist aufgeregt. Ein Hund, der deutlich über ihm aufragt, darf schließlich erst einmal beeindruckend sein.
Hilfreich sind ausreichend Abstand, überschaubare Begegnungen und die Belohnung ruhigen Verhaltens. Geht dein Hund beim Anfassen auf Abstand oder knurrt, solltest du Knurren als Warnsignal ernst nehmen. Gerade kleine Hunde werden häufig hochgehoben, obwohl sie das in diesem Moment nicht möchten. Bei neu auftretender Abwehr gehört auch eine mögliche Schmerzursache abgeklärt.
Chihuahua: Vor- und Nachteile im Alltag
Ein Chihuahua kann zu Anfängern, Familien oder älteren Menschen passen. Entscheidend ist, ob der konkrete Hund und der konkrete Alltag zusammenpassen. Das Etikett „Anfängerhund“ nimmt dir weder Training noch Betreuung ab.
| Das kann gut passen | Das braucht Planung |
|---|---|
| Er benötigt wenig Platz für einen Liegeplatz und lässt sich bei Bedarf gut tragen. | Er braucht trotzdem Spaziergänge, Beschäftigung und soziale Kontakte. |
| Viele Chihuahuas genießen ein enges Zusammenleben. | Regelmäßige lange Abwesenheiten erfordern eine Betreuungslösung. |
| Gemeinsames Lernen und kleine Suchspiele lassen sich gut in den Alltag einbauen. | Unsicherheit, Bellen und Alleinbleiben können geduldiges Training verlangen. |
| Auch eine Wohnung kann ein geeignetes Zuhause sein. | Geräusche im Treppenhaus, sichere Rückzugsorte und Wege nach draußen spielen eine Rolle. |
| Er kann ein angenehmer Familienbegleiter sein. | Grobes Anfassen, Fallenlassen und wildes Spiel können den kleinen Körper verletzen. |
Mit Kindern funktioniert das Zusammenleben besonders dann, wenn Erwachsene die Verantwortung tragen. Streicheln auf Einladung, ein geschützter Ruheplatz und gemeinsame Kontakte auf Bodenhöhe sind gute Grundlagen. Kleine Kinder sollten den Hund nicht selbst herumtragen. Beim Spielen mit erheblich größeren Hunden zählen neben Freundlichkeit auch Tempo und Körpergewicht.
Wer einen Chihuahua auswählt, weil ein kleiner Hund vermeintlich kaum Arbeit macht, unterschätzt seinen Bedarf. Für Menschen, die ihn gern am Alltag beteiligen und Rücksicht auf seine körperlichen Grenzen nehmen, kann er dagegen sehr gut passen.

Haltung und Erziehung brauchen Bewegung und gute Erfahrungen
Spaziergänge dürfen mehr bieten als eine schnelle Toilettenrunde
Ein gesunder erwachsener Chihuahua möchte laufen, schnüffeln und seine Umgebung erkunden. Mehrere Ausgänge über den Tag verteilt, abwechslungsreiche Spaziergänge und kurze Spiel- oder Lerneinheiten sind ein sinnvoller Rahmen. Die passende Dauer hängt von Alter, Gesundheit, Kondition, Wetter und Tagesform ab.
Eine starre Minutenzahl wäre dafür zu grob. Beobachte, ob dein Hund gern mitgeht, sich flüssig bewegt und sich anschließend gut erholt. Wiederholtes Stehenbleiben, deutliches Zurückfallen oder Lahmen solltest du nicht als Sturheit abtun. Welpen, kranke Hunde und Senioren brauchen eine angepasste Belastung.
Tragen kann bei Gedränge, gefährlichen Begegnungen oder Erschöpfung sinnvoll sein. Sichere Strecken darf dein Chihuahua selbst erkunden. Ein kleiner Suchauftrag im Gras bietet oft schon eine schöne Beschäftigung, ganz ohne umfangreiche Gerätesammlung. Geht es mit dem Auto ins Grüne, musst du mit einer geeigneten Sicherung dafür sorgen, dass dein Hund im Auto sicher transportiert wird.
Kleine Trainingsschritte erleichtern den Alltag
Rückruf, entspanntes Warten, Körperpflege und das Laufen an lockerer Leine lassen sich mit Belohnungen kleinschrittig aufbauen. Übe kurz und so leicht, dass dein Hund häufig Erfolg hat. Winzige Futterbelohnungen reichen dafür meist aus und gehören zur Tagesration.
Beim Hundekontakt hilft eine ruhige Auswahl geeigneter Partner. Dein Chihuahua muss nicht jeden fremden Hund begrüßen und sich auch nicht jedes Anfassen gefallen lassen. Wie du an lockerer Leine laufen üben kannst, zeigt dir der ausführliche Ratgeber. Bei ausgeprägter Unsicherheit unterstützt dich ein guter Hundetrainer, der Größenunterschiede und Körpersprache berücksichtigt.
Acht Stunden Alleinsein sind keine verlässliche Planungsgrundlage
Ein Chihuahua kann lernen, zeitweise entspannt allein zu bleiben. Wie lange das gelingt, lässt sich aus seiner Rasse nicht ablesen. Welpen müssen es erst lernen und brauchen zudem häufigere Möglichkeiten, sich zu lösen.
Plane deshalb nicht einfach einen vollständigen Arbeitstag ohne Betreuung ein. Baue Abwesenheiten schrittweise auf und prüfe, ob dein Hund tatsächlich entspannt bleibt. Eine Kamera kann dir dabei helfen, auch stilles Umherlaufen oder anhaltendes Warten an der Tür zu erkennen.
Kurzhaar und Langhaar unterscheiden sich vor allem beim Fell
Es gibt Kurzhaar-Chihuahuas und Langhaar-Chihuahuas. Beide gehören zur selben Rasse. Beim Langhaar bilden sich unter anderem längere Haare an Ohren, Hals, Beinen und Rute. Das kurze Fell liegt näher am Körper. Unterwolle kann vorhanden sein und ist individuell unterschiedlich ausgeprägt.
Für die Pflege bedeutet das vor allem einen anderen Aufwand. Beim Kurzhaar reichen meist kurze Bürsteneinheiten, um lose Haare zu entfernen. Beim Langhaar solltest du zusätzlich auf kleine Verfilzungen achten, etwa hinter den Ohren und an den Beinrückseiten. Arbeite vorsichtig und ziehe nicht an Knoten.
Die Haarlänge verrät dir dagegen nicht zuverlässig, ob ein Hund besonders ruhig, freundlich oder leicht erziehbar ist. Auch ein Langhaar-Chihuahua kann bei nasskaltem Wetter frieren. Felllänge allein ist keine eingebaute Wettervorhersage.
Größe und Gewicht sind keine Gesundheitsgarantie
Der FCI-Standard nennt ein Gewicht von 1 bis 3 kg und bezeichnet 1,5 bis 2,5 kg als ideal. Eine bestimmte Schulterhöhe schreibt er nicht vor. Diese Zahlen beschreiben das Rasseideal für Zucht und Bewertung. Für deinen Hund zählt zusätzlich, ob sein Gewicht zu Körperbau, Muskulatur und Gesundheitszustand passt.
Ein Chihuahua mit 4 kg ist nicht allein wegen dieser Zahl übergewichtig. Ein größer gebauter Hund kann damit gut versorgt sein, während derselbe Wert bei einem sehr zierlichen Tier deutlich zu viel wäre. Lass den Ernährungszustand im Zweifel tierärztlich beurteilen, statt die Futtermenge an einer Ausstellungsgrenze auszurichten.
Hilfreich sind regelmäßiges Wiegen und ein Blick auf die Körperkondition. Die Rippen sollten ohne dicke Fettschicht tastbar sein, eine Taille sollte erkennbar bleiben. Bei längerem Fell ist vorsichtiges Tasten aussagekräftiger als ein Blick von der anderen Seite des Zimmers.

Chihuahua und Qualzucht: Diese Zuchtmerkmale sind problematisch
Die Qualzuchtfrage lässt sich beim Chihuahua nicht auf ein einzelnes Etikett reduzieren. Problematisch sind Zuchtziele, die körperliche Merkmale so verstärken, dass Schmerzen, Leiden oder Schäden damit verbunden sind. Dazu gehören beim Chihuahua vor allem extreme Kleinheit und belastende Veränderungen von Schädel und Körperbau.
Nicht jeder Chihuahua ist zwangsläufig krank. Die dokumentierten Risiken sind trotzdem ein ernstes Thema. Eine längere Schnauze oder ein etwas höheres Gewicht liefern für sich genommen ebenfalls kein Gesundheitszertifikat.
Mini- und Teacup-Chihuahuas sind keine eigenen anerkannten Rassen
Begriffe wie „Mini Chihuahua“, „Teacup“ oder „Micro“ werden für besonders kleine Hunde verwendet. Im FCI-Standard gibt es diese zusätzlichen Größenklassen nicht. Gerade die Werbung mit möglichst winzigem Endgewicht sollte dich vorsichtig machen.
Ein natürlich klein gebliebener Hund und die gezielte Auswahl immer kleinerer Zuchttiere sind nicht dasselbe. Wenn extreme Winzigkeit zum Verkaufsargument wird, drohen Gesundheit und Belastbarkeit in den Hintergrund zu geraten. Bei sehr kleinen Körpern können schon Verletzungen oder Störungen der Energieversorgung schwer wiegen. Ein lebender Hund muss in keine Teetasse passen, um ein guter Begleiter zu sein.
Auch Kopf, Augen und andere Erbanlagen gehören in die Betrachtung
Ausgeprägte Schädelveränderungen können mit neurologischen Erkrankungen zusammenhängen. Nicht vollständig geschlossene Schädelstellen, sogenannte persistierende Fontanellen, sind deshalb kein niedliches Rassemerkmal. Stark hervortretende Augen und ein sehr verkürzter Fang verdienen ebenfalls einen kritischen Blick.
Eine fachlich belegte Übersicht bietet das Chihuahua-Merkblatt des Qualzucht-Evidenz-Netzwerks. Es berücksichtigt neben Schädelveränderungen unter anderem Probleme an Kniescheiben, Herz, Augen und Atemwegen.
Auch eine als selten beworbene Fellfarbe ist kein Qualitätsnachweis. Merle ist im FCI-Standard ausgeschlossen. Die Auswahl sollte sich an Gesundheit und geeigneter Aufzucht orientieren, nicht am Aufpreis für ein auffälliges Erscheinungsbild.
Bereits lebende Hunde verdienen selbstverständlich gute Versorgung und ein passendes Zuhause. Kritisch zu prüfen sind Zuchtentscheidungen und Vermarktung. Ein betroffener Hund trägt dafür keine Verantwortung.
Diese Gesundheitsprobleme solltest du kennen
Eine Rassedisposition bedeutet eine erhöhte Anfälligkeit, keine Diagnose für jeden einzelnen Hund. Für den Alltag ist besonders hilfreich, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.
| Bereich | Worauf du achten solltest |
|---|---|
| Zähne und Zahnfleisch | Zahnengstand, verbliebene Milchzähne und Erkrankungen des Zahnhalteapparats sind wichtige Themen. Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch oder verändertes Kauen gehören kontrolliert. |
| Kniescheiben | Bei einer Patellaluxation verlässt die Kniescheibe ihre normale Führung. Wiederholtes Hüpfen auf drei Beinen oder Lahmen sollte untersucht werden. |
| Herz | Erkrankungen der Mitralklappe kommen vor. Nachlassende Belastbarkeit, Husten und Atemveränderungen können unterschiedliche Ursachen haben und gehören abgeklärt. |
| Atemwege | Unter anderem kann ein Trachealkollaps, also ein Zusammenfallen der Luftröhre, Beschwerden verursachen. Wiederkehrender auffälliger Husten ist kein normales Rassegeräusch. |
| Schädel und Nervensystem | Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit oder neurologische Auffälligkeiten können eine gezielte Untersuchung nötig machen. Eine Diagnose ist vom Aussehen allein nicht möglich. |
| Augen | Kneifen, Rötung und Verletzungen solltest du rasch untersuchen lassen. |
Atemnot, Zusammenbrechen, Krampfanfälle oder plötzliche deutliche Schwäche sind Gründe für sofortige tierärztliche Hilfe. Das gilt besonders auch für einen sehr kleinen Welpen, der nicht frisst und zusätzlich zittert oder taumelt. Warte dann nicht ab, ob sich das bis zum nächsten Tag legt.
Zittern allein hat dagegen verschiedene mögliche Ursachen, etwa Kälte oder Aufregung. Tritt es neu, anhaltend oder zusammen mit anderen Beschwerden auf, sollte es ebenfalls abgeklärt werden. Regelmäßige Vorsorge und gute Beobachtung helfen mehr als die Annahme, Chihuahuas seien eben grundsätzlich zittrig.
Die Lebenserwartung eines Chihuahua lässt sich nicht versprechen
Chihuahuas können deutlich über zwölf Jahre alt werden. Pauschale Angaben wie „15 bis 20 Jahre“ klingen allerdings verlässlicher, als sie für den einzelnen Hund sind.
Eine große britische Untersuchung zur Lebensdauer von Hunden aus dem Jahr 2024 ermittelte für Chihuahuas einen Median der geschätzten Überlebenszeit von 11,8 Jahren. Nach dieser statistischen Schätzung erreichte etwa die Hälfte der Hunde dieses Alter oder wurde älter. Der Wert beschreibt die untersuchte Population und ist keine Vorhersage für deinen Hund in Deutschland.
Einzelne Tiere werden erheblich älter, andere sterben früher. Veranlagung, Erkrankungen, Körperkondition und Versorgung spielen dabei eine Rolle. Für die Anschaffung heißt das vor allem: Plane eine langjährige Verantwortung einschließlich möglicher Behandlung und Betreuung im Alter ein.

Pflege und Futter: Kleine Mengen brauchen Aufmerksamkeit
Zahnpflege verdient beim Chihuahua einen festen Platz im Alltag. Gewöhne ihn langsam an Berührungen am Maul und möglichst tägliches Putzen mit geeigneter Hundezahnpasta. Verbliebene Milchzähne oder schmerzhafte Veränderungen gehören in die Tierarztpraxis. Kauartikel ersetzen keine gründliche Zahnpflege.
Beim Futter ist ein zur Lebensphase und Gesundheit passendes Alleinfuttermittel eine gute Grundlage. Ein besonderes „Chihuahua-Futter“ ist nicht automatisch nötig. Wichtiger sind Verträglichkeit, bedarfsgerechte Zusammensetzung und eine passende Menge. Einen universellen Grammwert gibt es nicht, denn der Energiegehalt verschiedener Futtersorten unterscheidet sich erheblich.
Wiege kleine Portionen ab und rechne Trainingshappen mit ein. Bei wenig Körpergewicht macht ein zusätzlicher Snack anteilig schnell viel aus. Welpen brauchen einen altersgerechten Fütterungsplan. Wenn ein sehr kleiner Welpe Mahlzeiten verweigert, hole früh tierärztlichen Rat ein. Mehr zur Einordnung findest du in unserem Beitrag darüber, was zu tun ist, wenn dein Hund nichts frisst.
Kontrolliere außerdem Krallen, Pfoten und Fell. Bei Kälte und Nässe kann ein gut sitzender Mantel sinnvoll sein, besonders bei wenig Unterwolle, älteren oder kranken Hunden. Entscheidend sind Wetter, Aktivität und der einzelne Hund. Eine Temperaturgrenze, die für alle Chihuahuas gilt, gibt es nicht.
Chihuahua kaufen oder adoptieren: Gesundheit vor Seltenheit
Nimm dir vor der Entscheidung Zeit, erwachsene Chihuahuas im normalen Alltag kennenzulernen. So siehst du mehr als die besonders niedlichen Sekunden eines Welpenvideos. Ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz kann ebenfalls passen. Lass dir Verhalten, bekannte Erkrankungen und den Betreuungsbedarf offen erklären.
Bei einem Welpen aus Zucht solltest du unter anderem diese Punkte prüfen:
- Aufzucht kennenlernen: Besuche die Hunde in ihrer tatsächlichen Umgebung und lass dir Mutterhündin und Welpen zeigen.
- Gesundheit nachvollziehen: Frage nach Untersuchungen der Elterntiere, insbesondere der Kniescheiben, und nach bekannten Problemen in der Linie. Befunde sollten zu den jeweiligen Tieren gehören.
- Den Welpen beobachten: Er sollte sich altersgemäß bewegen und mit seiner Umgebung beschäftigen können. Auffälliges Humpeln, Atemprobleme oder apathisches Verhalten gehören abgeklärt.
- Unterlagen prüfen: Gesundheits- und Impfdokumentation, Kennzeichnung, Herkunft und Vertrag müssen nachvollziehbar sein. Ein Stammbaum allein garantiert keine Gesundheit.
- Druck vermeiden: Zeit zum Kennenlernen und eigene Rückfragen gehören dazu. Werbung mit „garantiert unter einem Kilo“, extrem seltenen Farben oder einer sofort nötigen Zusage ist ein Warnsignal.
Die Kosten enden nicht mit dem Kaufpreis
Rechne bei einem Chihuahua aus Zucht häufig mit einem vierstelligen Kaufpreis. Eine verbindliche Rassepreisliste gibt es nicht. Im Tierschutz fällt üblicherweise eine organisationsabhängige Schutzgebühr an.
Für deine Entscheidung zählen zusätzlich Futter, Ausstattung, Hundesteuer, gegebenenfalls Versicherungen, Betreuung und tierärztliche Versorgung. Gerade Zahnbehandlungen oder Operationen können das Budget deutlich stärker belasten als der Futterverbrauch. Hole konkrete Angebote ein und plane eine verlässliche Lösung für unerwartete Behandlungskosten.
Ein niedriger Kaufpreis gleicht problematische Aufzucht nicht aus. Umgekehrt beweist ein hoher Preis keine gesunde Zucht. Die kleine Futterportion sollte jedenfalls nicht die wichtigste Zahl in deiner Planung sein.
FAQ: Häufige Fragen zum Chihuahua
Wann ist ein Chihuahua ausgewachsen?
Bei vielen Chihuahuas ist das Größenwachstum gegen Ende des ersten Lebensjahres weitgehend abgeschlossen. Körperliche und soziale Entwicklung verlaufen aber nicht nach demselben Kalender. Gewicht und Muskulatur können sich weiter verändern. Ob ein junger Hund passend versorgt ist, beurteilst du besser am Entwicklungsverlauf als an einer starren Gewichtstabelle.
Haaren Chihuahuas und eignen sie sich für Allergiker?
Sowohl Kurzhaar- als auch Langhaar-Chihuahuas verlieren Haare. Wie stark, hängt unter anderem von Fell, Jahreszeit und Gesundheitszustand ab. Als zuverlässig allergikergeeignet gilt keine der beiden Varianten. Allergien richten sich gegen bestimmte Eiweiße des Hundes, nicht schlicht gegen seine Haarlänge.
Wie hebt man einen Chihuahua richtig hoch?
Kündige das Hochheben möglichst an und stütze Brustkorb und Hinterkörper sicher. Halte ihn nah an deinem Körper, ohne ihn einzuengen. Ziehe ihn nicht an den Vorderbeinen hoch. Kinder sollten das Erwachsenen überlassen.
Heißt es Chihuahua oder Chiwawa?
Die richtige Schreibweise ist Chihuahua, nach dem mexikanischen Bundesstaat. „Chiwawa“ ist eine verbreitete lautnahe Schreibweise. Gemeint ist damit normalerweise dieselbe Hunderasse.
Praktisches Zubehör für den Chihuahua-Alltag
Passende Ausrüstung kann Spaziergänge, Pflege und Beschäftigung erleichtern. Schau zuerst, was du schon hast und was dein Hund tatsächlich braucht. Die folgenden Beispiele helfen dir bei der Auswahl.
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Mit einem kleinen Bürstenkopf erreichst du die Zähne im engen Maul leichter. Gewöhne deinen Hund in kurzen, belohnten Schritten daran und verwende ausschließlich für Hunde geeignete Zahnpasta.
Zahnbürsten mit kleinem Kopf ansehen*Futterportionen im Blick
Eine Küchenwaage hilft, die Tagesration und Trainingshappen abzuwiegen. Wenn du bereits eine Waage mit Grammanzeige besitzt, reicht die für diese Aufgabe normalerweise aus.
Kompakte Küchenwaage ansehen*Mehr Halt unter dem Teppich
Eine passende Antirutschunterlage kann einen vorhandenen Teppich besser an seinem Platz halten. Prüfe die Eignung für deinen Boden und achte darauf, dass Teppich und Unterlage flach liegen.
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Ein Futterdummy lässt sich mit etwas von der Tagesration füllen und gemeinsam suchen. Das ist optionales Zubehör für beaufsichtigte Spiele, für den Anfang reichen auch ein paar versteckte Futterstückchen.
Kleinen Futterdummy ansehen*Fellpflege für die Kurzhaarvariante
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