Ein Donut ist ein süßes, meist frittiertes Gebäck, das vor allem als Ring mit Loch bekannt ist. Dieses Loch ist nicht nur Deko: Es sorgt dafür, dass der Teig beim Ausbacken gleichmäßiger gar wird. Typisch sind Glasur, Schokolade, Zucker oder bunte Streusel. In diesem Artikel geht es außerdem um die Schreibweise „Donut“ oder „Doughnut“, die Herkunft, beliebte Sorten, Kalorien und den Donut-Effekt.
Was ist ein Donut?
Ein Donut ist ein süßes Fettgebäck aus Teig, das meist frittiert und anschließend glasiert oder gefüllt wird. Am bekanntesten ist der runde Donut mit Loch in der Mitte. Es gibt aber auch gefüllte Donuts ohne Loch, zum Beispiel mit Creme, Marmelade oder Schokolade.
Typisch ist die Kombination aus weichem Teig und süßer Oberfläche: Zuckerguss, Schokoglasur, Streusel, Nüsse oder Keksstücke machen aus dem einfachen Teigkringel schnell ein kleines Dessert.
In Deutschland gilt der Donut vor allem als amerikanisches Gebäck. Inhaltlich ist er aber mit anderen süßen Fettgebäcken verwandt, etwa mit Berlinern, Krapfen oder Mutzen. Der Unterschied liegt vor allem in Form, Füllung und Dekoration.
Warum hat ein Donut ein Loch?
Ein Donut hat ein Loch, damit der Teig beim Frittieren oder Ausbacken gleichmäßiger gar wird. Ohne Loch wäre ein dicker Teigball außen schnell braun, während die Mitte noch weich oder sogar roh bleiben könnte.
Durch die Ringform kommt die Hitze besser an den ganzen Teig. Gleichzeitig wird die Oberfläche größer, der Donut bräunt gleichmäßiger und die Mitte bleibt nicht als ungegarter Kern zurück. Das Loch ist also nicht nur typisch für den Donut, sondern auch ziemlich praktisch.
Zur Herkunft des Donut-Lochs gibt es eine bekannte Geschichte: Der amerikanische Seemann Hanson Gregory soll im 19. Jahrhundert auf die Idee gekommen sein, die Mitte des Gebäcks zu entfernen. Ob das wirklich der Ursprung war, lässt sich nicht sicher beweisen. Sicher ist aber: Die Ringform passt sehr gut zur Zubereitung in heißem Fett.
Donut oder Doughnut: Welche Schreibweise ist richtig?
Donut und Doughnut meinen im Alltag dasselbe Gebäck. „Doughnut“ ist die ältere englische Schreibweise, „Donut“ ist die kürzere und heute sehr verbreitete Form.
Im Deutschen ist Donut die empfohlene Schreibweise. Der Duden führt „Donut“ als Hauptform und „Doughnut“ als alternative Schreibweise. Außerdem ist der Donut im Deutschen männlich: der Donut, die Donuts. (Duden)
Schreibweisen wie „Donat“, „Dounut“ oder „Doughnat“ sind nicht üblich. Wer einen deutschen Text schreibt, liegt mit Donut praktisch immer richtig.
Woher kommt der Name Donut?
Der Name Donut kommt vom englischen Wort „doughnut“. „Dough“ bedeutet Teig. Der zweite Teil „nut“ wird zwar oft mit Nuss übersetzt, konnte früher aber auch ein kleines rundes Gebäckstück oder einen kleinen Teigklumpen beschreiben.
Ein Donut heißt also nicht deshalb Donut, weil er Nüsse enthält. Der Name bezieht sich eher auf Teig und Form: ursprünglich kleine, runde Stücke aus ausgebackenem Teig.
Die heutige Kurzform „Donut“ ist aus „Doughnut“ entstanden und wurde besonders durch den amerikanischen Sprachgebrauch und bekannte Marken verbreitet. Für die Namensherkunft ist aber vor allem wichtig: Im Donut steckt sprachlich zuerst einmal der Teig.
Aus welchem Teig besteht ein Donut?
Ein Donut besteht meistens aus Hefeteig oder aus einem kuchenartigen Rührteig. Klassische Hefeteig-Donuts sind weich, luftig und erinnern an anderes süßes Hefegebäck. Donuts aus Rührteig sind dagegen kompakter und schmecken eher wie kleine Kuchen in Ringform.
Typische Zutaten für Donut-Teig sind Mehl, Zucker, Milch oder Wasser, Ei, Fett und je nach Teigart Hefe oder Backpulver. Hefe sorgt für mehr Luftigkeit, Backpulver eher für eine schnelle, kuchenähnliche Struktur.
Welche Teigart besser passt, hängt davon ab, was man erwartet: Wer den typischen weichen Donut aus dem Laden meint, denkt meistens an Hefeteig. Wer Donuts zu Hause schnell in einer Form backt, verwendet oft eher Rührteig.
Donuts frittieren, backen oder im Donut-Maker: Was ist der Unterschied?
Der Unterschied liegt vor allem in der Zubereitung und im Ergebnis: Frittierte Donuts kommen dem klassischen Donut am nächsten, Backofen-Donuts schmecken meist kuchenähnlicher und Donuts aus dem Donut-Maker erinnern eher an kleine, weiche Gebäckringe.
Frittierte Donuts
Frittierte Donuts schmecken am ehesten wie die typischen Donuts aus der Bäckerei, dem Supermarkt oder dem Donut-Shop. Dafür wird meist Hefeteig geformt, darf aufgehen und wird anschließend in heißem Fett ausgebacken.
So werden die Donuts außen goldbraun, während sie innen weich und luftig bleiben. Genau diese Kombination macht frittierte Donuts geschmacklich besonders typisch.
Der Nachteil: Die Zubereitung ist etwas aufwendiger. Das Fett muss heiß genug sein, aber nicht zu heiß, damit der Donut nicht außen dunkel wird, bevor er innen fertig ist.
Donuts aus dem Backofen
Donuts aus dem Backofen werden meist in einer Donut-Backform gebacken. Sie sind einfacher zuzubereiten als frittierte Donuts, weil kein heißes Frittierfett erhitzt werden muss.
Geschmacklich sind gebackene Donuts aber nicht ganz dasselbe wie klassische Donuts aus heißem Fett. Sie werden oft etwas kuchenartiger und können schneller trocken wirken, besonders wenn sie zu lange im Ofen bleiben.
Praktisch sind Backofen-Donuts trotzdem: für Kindergeburtstage, schnelle Mini-Donuts oder alle, die Donuts zu Hause machen möchten, ohne mit heißem Fett zu arbeiten.
Donuts im Donut-Maker
Donuts im Donut-Maker sind kleine, schnell gebackene Gebäckringe, die eher an Mini-Kuchen oder Waffeln erinnern als an klassische frittierte Donuts. Das Gerät funktioniert ähnlich wie ein Waffeleisen: Der Teig wird in kleine Ringmulden gefüllt und darin gebacken.
Der Vorteil ist die einfache Zubereitung. Man braucht kein heißes Fett, die Donuts sind schnell fertig und lassen sich gut mit Glasur, Schokolade oder Streuseln verzieren.
Geschmacklich sind Donut-Maker-Donuts aber eine eigene Variante. Sie sehen aus wie Donuts, haben aber meist nicht die luftige, frittierte Konsistenz eines klassischen Donuts.
Welche Donut-Sorten gibt es?
Donut-Sorten unterscheiden sich vor allem durch Glasur, Füllung, Größe, Teig und Topping. Der klassische Donut ist ein Ring mit Zucker- oder Schokoglasur. Daneben gibt es gefüllte Donuts ohne Loch, Mini-Donuts, kuchenartige Cake-Donuts und vegane Varianten.
Beliebte Donut-Sorten sind zum Beispiel:
- Schoko-Donuts
- Donuts mit Zuckerglasur
- Donuts mit bunten Streuseln
- Zimt-Zucker-Donuts
- gefüllte Donuts mit Vanillecreme
- gefüllte Donuts mit Marmelade
- Mini-Donuts
- vegane Donuts
- Donuts mit Keksstücken, Nüssen oder Schokoriegel-Topping
Manche Donuts sind schlicht und klassisch, andere wirken fast wie kleine Dessert-Kunstwerke. Genau das macht sie so wandelbar: Aus einem einfachen Teigkringel kann je nach Glasur und Füllung ein schneller Snack, ein Kindergeburtstags-Hit oder ein ziemlich mächtiges kleines Dessert werden.
Donut, Berliner, Bagel und Cronut: Was ist der Unterschied?
Der wichtigste Unterschied ist: Donut, Berliner und Cronut sind süße Gebäcke, während ein Bagel eher ein brotartiges Gebäck ist. Ähnlich sehen sie sich manchmal nur wegen der Form.
- Donut: meist süß, oft frittiert, häufig ringförmig mit Loch, Glasur, Zucker, Schokolade oder Streuseln.
- Berliner oder Krapfen: süßes Fettgebäck ohne Loch, meistens mit Marmelade, Pflaumenmus oder Creme gefüllt.
- Bagel: ringförmig, aber brotartig und oft herzhaft belegt, zum Beispiel mit Frischkäse, Lachs oder Käse.
- Cronut: Mischung aus Croissant und Donut, meist aus blättrigem Teig und süß zubereitet.
Ein Donut ist also nicht einfach jeder Gebäckring mit Loch. Beim Bagel ist vor allem der herzhafte, brotartige Charakter entscheidend. Beim Berliner steht die Füllung im Mittelpunkt. Und beim Cronut geht es um die Kombination aus Donut-Form und Croissant-ähnlichem Teig.
Wie viele Kalorien hat ein Donut?
Ein Donut hat je nach Sorte grob etwa 190 bis 300 Kalorien; große gefüllte Donuts mit Glasur, Creme oder vielen Toppings können deutlich darüber liegen. Ein einfacher glasierter Donut ist meistens kalorienärmer als ein reich verzierter Donut aus dem Donut-Shop.
Wie viele Kalorien ein Donut genau hat, hängt vor allem von diesen Punkten ab:
- Größe des Donuts
- Teigart
- frittierte oder gebackene Zubereitung
- Glasur
- Füllung
- zusätzliche Toppings
Ein Mini-Donut hat deutlich weniger Kalorien als ein großer Donut mit Schokoglasur, Cremefüllung und Keksstücken. Deshalb sollte man bei Donuts nicht nur auf die Sorte achten, sondern auch auf die Größe.
Wer es genau wissen möchte, sollte bei gekauften Donuts auf die Nährwertangaben schauen. Die Werte unterscheiden sich je nach Hersteller, Supermarkt, Bäckerei oder Donut-Kette deutlich.
Ist ein Donut gesund?
Ein Donut ist eher ein Genussgebäck als ein gesundes Lebensmittel. Er enthält meistens Zucker, Fett und helles Mehl, liefert aber vergleichsweise wenig Ballaststoffe, Eiweiß oder andere sättigende Nährstoffe.
Das macht ihn nicht verboten. Als gelegentliche Süßigkeit ist ein Donut für viele Menschen kein Problem. Nur als regelmäßiges Frühstück, vollwertige Mahlzeit oder gesunder Snack ist er keine gute Wahl.
Am einfachsten kann man ihn mit Kuchen vergleichen: Man isst ihn nicht, weil er besonders gesund ist, sondern weil er schmeckt.
Wie viel kostet ein Donut?
Ein Donut kostet je nach Anbieter, Größe und Sorte unterschiedlich. Ein einfacher Donut aus dem Supermarkt ist meistens günstiger als ein aufwendig dekorierter Donut aus einem spezialisierten Donut-Shop.
Besonders der Aufwand macht den Unterschied. Ein schlichter Donut mit Zucker- oder Schokoglasur ist meist günstiger als ein großer gefüllter Donut mit Creme, Keksstücken, Schokoriegel-Topping oder besonderer Deko. Auch Donut-Boxen, Lieferdienste und bekannte Ketten können den Preis deutlich verändern.
Wer nach aktuellen Preisen von Dunkin Donuts, Royal Donuts, Lidl, Rewe, Edeka oder anderen Anbietern sucht, sollte direkt beim jeweiligen Anbieter nachsehen.
Kann man Donuts am nächsten Tag noch essen?
Donuts kann man am nächsten Tag meistens noch essen, wenn sie richtig gelagert wurden und normal riechen, aussehen und schmecken. Ungefüllte oder nur glasierte Donuts bleiben in einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur am besten frisch.
Trotzdem verlieren Donuts schnell an Qualität. Der Teig kann trockener werden, die Glasur wird manchmal klebrig und der Donut schmeckt oft nicht mehr so weich wie am ersten Tag.
Gefüllte Donuts sind empfindlicher. Enthalten sie Sahne, Creme oder andere leicht verderbliche Füllungen, gehören sie eher in den Kühlschrank und sollten möglichst schnell gegessen werden. Wenn ein Donut komisch riecht, schmierig wirkt oder die Füllung verdorben aussieht, sollte man ihn nicht mehr essen.
Frisch schmecken Donuts fast immer am besten. Am nächsten Tag sind sie oft noch essbar, aber meistens nicht mehr ganz so gut wie direkt nach dem Kauf oder Backen.
Donut-Tag: Was ist der National Donut Day?
Für fast alles gibt es einen Feiertag. Das gilt auch für den Donut.
Der Donut-Tag ist vor allem als National Donut Day in den USA bekannt und wird dort jedes Jahr am ersten Freitag im Juni gefeiert. Der Tag geht auf die Heilsarmee (Salvation Army) zurück: 1938 wurde in Chicago der erste Donut Day veranstaltet, unter anderem als Spendenaktion während der Großen Depression. Gleichzeitig erinnerte der Tag an die sogenannten „Donut Lassies“, die im Ersten Weltkrieg Soldaten mit Donuts versorgten.
Heute nutzen viele Donut-Läden den National Donut Day für Aktionen, besondere Sorten oder kleine Werbeaktionen. In Deutschland ist der Donut-Tag deutlich weniger bekannt, taucht aber durch Kalenderseiten, Social Media und amerikanische Marken immer wieder auf.
Donut-Effekt: Was bedeutet der Begriff?
Der Donut-Effekt beschreibt eine Entwicklung, bei der das Zentrum an Bedeutung verliert, während der äußere Bereich stärker wird. Das Bild kommt vom Donut: außen ein Ring, innen ein Loch.
Der Begriff wird häufig in der Stadtentwicklung verwendet. Gemeint ist dann zum Beispiel, dass Innenstädte oder Ortskerne leerer werden, während am Stadtrand neue Einkaufsflächen, Wohngebiete oder Gewerbe entstehen.
Nicht verwechseln sollte man den Donut-Effekt mit der Donut-Ökonomie. Die Donut-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, bei dem der Donut als Bild für einen sicheren Bereich zwischen sozialen Mindeststandards und ökologischen Grenzen steht. Mit dem Gebäck hat das nur die Form gemeinsam.
Donut-Form: Warum heißen auch Kissen, Lampen oder Hundebetten „Donut“?
Kissen, Lampen oder Hundebetten heißen manchmal Donut, weil ihre Form an das Gebäck erinnert. Gemeint ist also nicht der Geschmack, sondern das Aussehen: rund, ringförmig, weich gepolstert oder mit einer Mulde in der Mitte.
Ein Donut-Hundebett ist zum Beispiel meist ein rundes, weiches Bett mit erhöhtem Rand. Ein Donut-Kissen kann wie ein Ring geformt sein, und eine Donut-Lampe erinnert durch ihre runde Form an den Teigkringel.
Das Wort Donut wird deshalb auch außerhalb der Küche verwendet. Es beschreibt dann keine Süßigkeit, sondern eine Form: rund, weich, ringförmig oder mit einem sichtbaren Loch beziehungsweise einer Vertiefung in der Mitte.
Fazit: Der Donut ist mehr als ein süßer Ring
Ein Donut ist ein süßes Gebäck aus Teig, das meist frittiert, glasiert und als Ring mit Loch bekannt ist. Dieses Loch ist nicht nur ein Erkennungszeichen, sondern hilft auch dabei, dass der Teig gleichmäßiger gar wird.
Donut und Doughnut meinen im Alltag dasselbe Gebäck. „Doughnut“ ist die ältere englische Schreibweise, „Donut“ die kürzere und im Deutschen geläufigere Form.
Am Ende bleibt der Donut ein Genussgebäck: nicht besonders gesund, aber vielseitig, auffällig und überraschend interessant. Und vielleicht schmeckt der nächste Donut sogar ein kleines bisschen spannender, wenn man weiß, warum sein Loch mehr ist als nur fehlender Teig.