Ostern ist das christliche Fest der Auferstehung Jesu. Christen feiern damit die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Ostersonntag fällt im westlichen Kirchenkalender auf einen Termin zwischen dem 22. März und dem 25. April. Dafür sind eine kirchliche Kalenderregel und der Mond verantwortlich. Rund um diesen Kern liegen Karwoche, Osternacht, Ostermontag und viele Familienbräuche. Der Hase übernimmt dabei die Geschenkeabteilung, aber nicht die Hauptrolle der biblischen Geschichte.
Was feiern Christen an Ostern?
Christen feiern an Ostern, dass Gott Jesus nach seinem Tod am Kreuz zu neuem Leben auferweckt hat. Die Auferstehung ist der Mittelpunkt des christlichen Glaubens. Sie steht für die Hoffnung, dass Gewalt, Schuld und Tod keine endgültige Macht über den Menschen haben.
Die Evangelien erzählen vom leeren Grab und von Begegnungen mit dem auferstandenen Jesus. Einzelheiten unterscheiden sich zwischen den Texten. Gemeinsam ist ihnen die Botschaft: Die Geschichte Jesu endet nicht mit seiner Hinrichtung. Für Christen verbindet sich damit auch die Hoffnung auf ein Leben bei Gott über den eigenen Tod hinaus.
Auferstehung meint dabei mehr als die Rückkehr eines Verstorbenen in seinen früheren Alltag. In christlicher Deutung beginnt eine neue, verwandelte Existenz. Das lässt sich weder auf einen medizinischen Vorgang reduzieren noch wie ein Ereignis mit Filmaufnahmen überprüfen. Wer die christliche Bedeutung des Osterfestes verstehen möchte, muss deshalb zwischen Glaubenszeugnis und historischer Beschreibung unterscheiden.
Dass Ostern im Frühling liegt, macht Bilder vom neuen Leben besonders anschaulich. Die Auferstehung ist im Glauben allerdings nicht bloß eine poetische Beschreibung dafür, dass draußen wieder Krokusse wachsen.
Warum liegt Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum?
Ostern richtet sich nach einer Verbindung von Sonnenjahr, Mondzyklus und Wochentag. Die im Westen verwendete Regel lautet vereinfacht: Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten kirchlich berechneten Frühlingsvollmond.
Dabei setzt die kirchliche Rechnung den Frühlingsbeginn auf den 21. März. Der zugehörige Vollmond stammt aus einem berechneten Mondkalender. Es wird nicht jedes Jahr beobachtet, wann über einem bestimmten Kirchturm tatsächlich der volle Mond erscheint. Auch die genaue astronomische Tagundnachtgleiche ist für diese Rechnung nicht unmittelbar entscheidend.
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt erklärt die Osterberechnung samt Rechenverfahren. Die Unterscheidung zwischen kirchlichem Rechenmodell und beobachtetem Himmel ist wichtig: Eine Mond-App allein ist keine vollständige Osterformel.
Fällt der maßgebliche Vollmond auf einen Sonntag, wird Ostern am folgenden Sonntag gefeiert. Auf diese Weise ergeben sich im gregorianischen Kalender Termine vom 22. März bis zum 25. April.
Der Bezug zum Mond hat einen biblischen Hintergrund. Die Überlieferungen über Jesu Tod und Auferstehung stehen im Zusammenhang mit dem jüdischen Pessachfest, dessen Termin sich nach einem Mondkalender richtet. Ostern und Pessach sind dennoch verschiedene Feste mit eigenen Bedeutungen und eigenen Kalenderregeln.
Wann ist Ostern in den nächsten Jahren?
Ostersonntag fällt 2027 auf den 28. März. Die folgende Übersicht zeigt die westlichen Ostertermine und den jeweils anschließenden Ostermontag:
| Jahr | Ostersonntag | Ostermontag |
|---|---|---|
| 2026 | 5. April | 6. April |
| 2027 | 28. März | 29. März |
| 2028 | 16. April | 17. April |
| 2029 | 1. April | 2. April |
| 2030 | 21. April | 22. April |
Von diesem Sonntag hängen weitere Termine ab. Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag der Osterzeit gefeiert, wobei Ostersonntag als erster Tag mitzählt. Pfingsten folgt am 50. Tag. Deshalb wandern auch diese Feste durch den Kalender.
Was bedeuten die Tage von Palmsonntag bis Ostermontag?
Die Tage rund um Ostern erzählen unterschiedliche Stationen von Jesu letztem Weg, seinem Tod und der Auferstehung. Die folgende Übersicht hilft, sie auseinanderzuhalten:
| Tag | Christliche Bedeutung |
|---|---|
| Palmsonntag | Erinnerung an Jesu Einzug in Jerusalem. Beginn der Karwoche. |
| Gründonnerstag | Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. |
| Karfreitag | Gedenken an Kreuzigung und Tod Jesu. |
| Karsamstag | Tag der Grabesruhe und des Wartens. |
| Osternacht | Nächtlicher Übergang zur Feier der Auferstehung, mit Licht und häufig Taufen oder Tauferinnerung. |
| Ostersonntag | Feier der Auferstehung Jesu. |
| Ostermontag | Fortsetzung des Osterfestes. Häufig steht die Begegnung mit den Emmausjüngern im Mittelpunkt. |
Karfreitag ist also nicht der Tag, an dem Christen bereits die Auferstehung feiern. Umgekehrt ist der Ostermontag kein zweites Auferstehungsereignis. Die Tage gehören zusammen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
Auch die Bezeichnung „Ostersamstag“ kann verwirren. Im Alltag ist damit oft der Samstag vor Ostern gemeint. Kirchlich heißt dieser Tag Karsamstag. Der Samstag innerhalb der bereits begonnenen Osterwoche liegt dagegen erst nach Ostersonntag.
Was geschieht in der Osternacht?
In der Osternacht wird der Wechsel von Dunkelheit zu Licht als Zeichen der Auferstehung gefeiert. Die Feier kann am späten Karsamstag oder vor Sonnenaufgang am Ostersonntag stattfinden. Die Uhrzeit richtet sich nach der Gemeinde.

In der katholischen Feier wird die Osterkerze an einem Feuer entzündet und in die zunächst dunkle Kirche getragen. Das Licht wird an kleine Kerzen der Mitfeiernden weitergegeben. Lesungen erzählen von Gottes Handeln an den Menschen, anschließend folgen die Tauffeier beziehungsweise die Erneuerung des Taufversprechens und die Eucharistie, also die Feier mit Brot und Wein.
Auch evangelische Gemeinden feiern Osternächte, häufig mit Licht, biblischen Lesungen, Taufe oder Tauferinnerung und Abendmahl. Der Ablauf ist nicht überall gleich. Die Verbindung von Wasser und Ostern erklärt sich aus der Taufe als Zeichen eines neuen Lebens in der Gemeinschaft mit Christus.
Das Feuer vor der Kirche und das große Osterfeuer eines örtlichen Vereins sind dabei nicht automatisch dieselbe Veranstaltung. Beide können zum Osterwochenende gehören. Ihr religiöser Rahmen und ihre konkrete Gestaltung unterscheiden sich jedoch.
Warum gibt es einen Ostermontag?
Der Ostermontag setzt die Feier der Auferstehung fort und gibt dem Fest einen zweiten öffentlich sichtbaren Tag. Er ist in Deutschland neben dem Karfreitag bundesweit gesetzlicher Feiertag.
Eine wichtige biblische Erzählung für den Montag ist der Gang nach Emmaus. Zwei Jünger sind nach Jesu Tod unterwegs. Der auferstandene Jesus geht mit ihnen, wird aber zunächst nicht erkannt. Erst beim gemeinsamen Essen, als er das Brot bricht, verstehen sie, wer bei ihnen ist. Erzählt wird diese Begegnung im Lukasevangelium.
Der Name „Emmausgang“ für einen österlichen Spaziergang knüpft daran an. Mancherorts ist damit ein gemeinsamer Weg mit Gebeten oder Gottesdienst verbunden. Ein privater Ausflug am Ostermontag muss dagegen kein religiöses Ritual sein.
Dass das Fest länger als einen Tag dauert, ist kirchlich ohnehin folgerichtig. In der katholischen Kirche bilden die acht Tage bis einschließlich des folgenden Sonntags die Osteroktav. Die gesamte Osterzeit reicht sogar bis Pfingsten. Der Montag ist also eher die erste Verlängerung als der offizielle Schluss.
Feiern katholische, evangelische und orthodoxe Christen dasselbe Ostern?
Die Auferstehung Jesu steht in allen diesen christlichen Traditionen im Mittelpunkt. Unterschiede betreffen vor allem Gottesdienstformen, örtliche Bräuche und teilweise die Berechnung des Datums.
Katholische und evangelische Kirchen in Deutschland feiern Ostern normalerweise am selben Sonntag. Viele orthodoxe Kirchen verwenden für das Osterdatum weiterhin die traditionelle julianische Berechnung. Deshalb liegt ihr Osterfest häufig später. Es gibt aber auch gemeinsame Termine. Ein fester Abstand von einer oder zwei Wochen ist keine gültige Regel.
Für 2026 ergaben sich beispielsweise der 5. April im westlichen Kalender und der 12. April nach der verbreiteten orthodoxen Berechnung. Die Unterschiede machen aus Ostern kein anderes Glaubensereignis. Wer bei einer bestimmten orthodoxen Gemeinde mitfeiern möchte, sollte ihren Kalender verwenden und nicht vom westlichen Termin aus einfach eine Woche weiterzählen.
Wie passen Eier, Hase und Frühlingsbräuche dazu?
Eier, Osterhase, Festessen und Spaziergänge gehören zum gewachsenen Osterbrauchtum, sind aber nicht alle Bestandteile der biblischen Ostergeschichte. Das Ei lässt sich christlich als Zeichen neuen Lebens deuten. Der Hase ist dagegen eine später verbreitete Geschenkefigur.

Warum ausgerechnet der Osterhase die Eier bringt, hat eine eigene, nicht in allen Einzelheiten geklärte Geschichte. Für das Verständnis des Festes genügt zunächst die Unterscheidung: Die Auferstehung ist sein religiöser Kern, die Eiersuche ein Familienbrauch. Der Hase ist also hervorragend beschäftigt, muss aber keine theologische Prüfung ablegen.
Du kannst Ostern mit einem Gottesdienst, einer Geschichte und einer gemeinsamen Mahlzeit feiern. Ebenso können ein Besuch bei Angehörigen, eine Eiersuche oder ein Spaziergang den Tag prägen. Welche Bedeutung diese Dinge für euch haben, hängt von eurem Glauben und euren Gewohnheiten ab. Eine Familie braucht dafür weder sämtliche regionalen Bräuche noch einen Garten voller Geschenke.
Wenn Kinder nach dem Fest fragen, ist eine klare Erklärung hilfreicher als eine Mischung aus Auferstehung und Hasenlogistik: Christen glauben, dass Jesus nach seinem Tod bei Gott neu lebt. Das feiern sie an Ostern. Die bunten Eier und die Suche sind Bräuche, die Menschen rund um dieses Fest entwickelt haben.
Für Osterbräuche und Familienzeit
Werbung/Affiliate-Hinweis: Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst oder buchst, können wir eine Provision erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Amazon.de
Die Ostergeschichte als Bilderbuch
Anselm Grün erzählt die biblische Ostergeschichte, Giuliano Ferri hat sie illustriert. Das Buch passt zum gemeinsamen Lesen, wenn neben Eiersuche und Gebäck auch die christliche Bedeutung des Festes verständlich werden soll.
Bei Amazon.de ansehen*Wunderwunsch
Personalisiertes Osterkörbchen aus Weide
Das Weidenkörbchen besitzt einen Stoffeinsatz und lässt sich mit einem Namen personalisieren. Es eignet sich zum Sammeln bei der Eiersuche und kann in den folgenden Jahren wieder verwendet werden.
Bei Wunderwunsch ansehen*Kaufbei
Hohe Backform für Osterkuchen
Die antihaftbeschichtete Form hat einen Durchmesser von 14 cm und ist zwölf Zentimeter hoch. Sie passt zu hohem Ostergebäck wie Kulitsch und lässt damit auch eine andere Ostertradition auf der Kaffeetafel entdecken.
Bei Kaufbei ansehen*