Eine Regentonne sollte nahe am Fallrohr auf einem festen, ebenen Untergrund stehen und auch gefüllt sicher zugänglich bleiben. Erst danach werden Zulauf, Wasserhahn und Überlauf montiert. Wer Standort und Anschlusshöhe sorgfältig plant, kann die Gießkanne bequem füllen, verhindert ein Einsinken der Tonne und sorgt dafür, dass überschüssiges Regenwasser kontrolliert abläuft. Wie du dabei Schritt für Schritt vorgehst, zeigt diese Anleitung.
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Wo sollte man eine Regentonne am besten aufstellen?
Am besten steht die Regentonne in der Nähe eines Fallrohrs, auf einer tragfähigen Fläche und nicht dauerhaft in der prallen Sonne. Ein kurzer Abstand zum Fallrohr vereinfacht den Anschluss und hält den Verbindungsschlauch übersichtlich.
Der Standort sollte außerdem genügend Platz bieten, um den Deckel abzunehmen, den Filter zu reinigen und später an alle Anschlüsse heranzukommen. Stelle die Tonne deshalb nicht so eng zwischen Hauswand, Zaun und Pflanzen, dass Wartungsarbeiten nur noch mit Mühe möglich sind.
Ein schattiger oder halbschattiger Platz ist günstig, weil sich das Wasser dort weniger stark erwärmt. Ein geschlossener Deckel hält zusätzlich Laub und andere Verunreinigungen fern. Experten empfehlen einen ebenen, gut erreichbaren Standort in der Nähe des Fallrohrs und möglichst ohne dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung.
Berücksichtige bei der Platzwahl auch den späteren Gebrauch: Der Auslaufhahn muss erreichbar bleiben, eine Gießkanne sollte davor Platz finden und ein angeschlossener Schlauch darf nicht quer über häufig genutzte Wege verlaufen.
Wohnst du zur Miete, solltest du Veränderungen am Fallrohr oder an gemeinschaftlich genutzten Flächen vorher mit dem Eigentümer beziehungsweise der Hausverwaltung abstimmen.
Welcher Untergrund eignet sich für eine Regentonne?
Der Untergrund einer Regentonne muss eben, dauerhaft tragfähig und so fest sein, dass er unter dem Gewicht des Wassers nicht nachgibt. Ein Liter Wasser wiegt ungefähr ein Kilogramm – eine gefüllte 500-Liter-Tonne bringt daher zusammen mit dem Behälter mehr als eine halbe Tonne auf die Standfläche.
| Untergrund | Eignung | Darauf solltest du achten |
| Betonfläche | Sehr gut | Fläche auf Unebenheiten und Gefälle prüfen |
| Pflaster- oder Gehwegplatten | Sehr gut | Platten müssen fest liegen und dürfen nicht wackeln |
| Verdichteter Schotter oder Kies | Gut mit fester Deckschicht | Nicht direkt auf lose Steine stellen, sondern stabile Platten auflegen |
| Terrasse | Bedingt geeignet | Tragfähigkeit, Gefälle und sichere Wasserableitung berücksichtigen |
| Rasen oder lockere Erde | Nicht direkt geeignet | Boden kann sich setzen und die Tonne neigt sich |
| Holzpalette oder improvisiertes Podest | Nur bedingt geeignet | Holz kann verwittern; Tragfähigkeit und vollflächige Auflage müssen gesichert sein |
Möchtest du die Regentonne auf Kies aufstellen, verdichte zunächst den Unterbau und lege ausreichend große, stabile Platten darauf. Die Tonne sollte mit ihrem gesamten Boden sicher aufliegen und nicht nur an einzelnen Punkten getragen werden.
Auf Rasen oder Erde sind ebenfalls Gehwegplatten oder ein kleines, fachgerecht aufgebautes Fundament sinnvoll. Kontrolliere mit einer Wasserwaage nicht nur die einzelnen Platten, sondern die gesamte vorgesehene Standfläche. Feste Stein- oder Betonflächen sind die beste Wahl, bei Kies und Sand sollte zusätzlich eine feste Platte verwendet werden.
Eine gewöhnliche oberirdische Regentonne solltest du nicht teilweise oder vollständig eingraben. Ihre Wände sind normalerweise nicht dafür ausgelegt, dauerhaft dem seitlichen Erddruck standzuhalten. Für den Einbau in den Boden gibt es speziell konstruierte Regenwassertanks und Zisternen.
Muss eine Regentonne erhöht aufgestellt werden?
Eine Regentonne muss nicht erhöht stehen, ein Sockel erleichtert jedoch die Wasserentnahme und schafft Platz für die Gießkanne unter dem Hahn. Auch der Wasserdruck am Auslauf nimmt mit zunehmendem Höhenunterschied etwas zu.
Entscheidend ist dabei nicht eine bestimmte Sockelhöhe, sondern die praktische Nutzung. Stelle deine Gießkanne probeweise an den vorgesehenen Platz und prüfe, wie viel Abstand zwischen ihrem oberen Rand und dem Auslaufhahn benötigt wird.
Der Unterstand muss für das Gesamtgewicht der gefüllten Regentonne ausgelegt sein und den Behälter gleichmäßig tragen. Geeignet sind beispielsweise:
- ein zur Regentonne passender Originalsockel,
- ein massiv gemauertes und ebenes Podest,
- eine fachgerecht aufgebaute Konstruktion aus Betonsteinen mit durchgehender Platte.
Lose gestapelte Steine, schmale Holzböcke oder eine alte, bereits verwitterte Palette sind keine sichere Grundlage. Je höher die volle Tonne steht, desto größer sind die Folgen, wenn der Unterstand nachgibt oder der Behälter ins Kippen gerät.
Was braucht man zum Anschließen der Regentonne?
Für den Anschluss ans Fallrohr brauchst du einen zum Rohr passenden Regensammler*, einen Verbindungsschlauch und die erforderlichen Dichtungen beziehungsweise Tankdurchführungen. Je nach System werden außerdem eine Lochsäge, eine Bohrmaschine, eine Säge oder ein Rohrschneider benötigt.
Zur typischen Ausstattung gehören:
- Regentonne mit Deckel
- Auslaufhahn mit Dichtung
- Regensammler oder Fallrohrfilter
- Verbindungsschlauch
- Anschlussstutzen und Tankdurchführung
- Wasserwaage und Maßband
- passender Bohrer oder eine Lochsäge
- gegebenenfalls ein zusätzlicher Überlauf
Anschlusssets enthalten häufig bereits mehrere dieser Teile. Prüfe trotzdem vor dem Kauf den Durchmesser und das Material des Fallrohrs sowie die vorgesehenen Anschlussgrößen der Regentonne. Regensammler sind nicht automatisch mit jedem runden oder eckigen Fallrohr kompatibel.
Welcher Regensammler passt zum Fallrohr?
Der Regensammler muss ausdrücklich für Durchmesser, Form und Material des vorhandenen Fallrohrs geeignet sein. Angaben wie DN 70, DN 100 oder ein Durchmesser in Millimetern findest du auf der Verpackung beziehungsweise in der Produktbeschreibung.
Es gibt zwei verbreitete Montagearten:
- Bei einigen Regensammlern wird ein Stück des Fallrohrs herausgetrennt und durch den Sammler ersetzt.
- Andere Modelle werden durch eine seitliche Bohrung eingesetzt, ohne das Rohr vollständig zu durchtrennen.
Ein integrierter Filter hält gröbere Verunreinigungen zurück. Praktisch ist außerdem ein Überlaufstopp*: Ist die Tonne bis zur vorgesehenen Höhe gefüllt, fließt weiteres Regenwasser wieder durch das Fallrohr ab. Bauart und Montage unterscheiden sich jedoch von Modell zu Modell, weshalb die jeweilige Herstelleranleitung maßgeblich ist.
Regentonne ans Fallrohr anschließen – Schritt für Schritt
Die Regentonne wird erst an ihrem endgültigen Standort ausgerichtet und anschließend auf der dazu passenden Höhe mit dem Fallrohr verbunden. Verschiebst oder erhöhst du sie nach der Montage noch, stimmen die Anschlusshöhen möglicherweise nicht mehr.
- Regentonne endgültig positionieren
Richte Untergrund, Sockel und Tonne mit einer Wasserwaage aus. Prüfe, ob der Wasserhahn erreichbar bleibt und sich der Deckel vollständig öffnen lässt. - Anschlusshöhe bestimmen
Halte dich an die Anleitung des verwendeten Regensammlers. Der Zulauf befindet sich gewöhnlich im oberen Bereich der Tonne, damit möglichst viel Speichervolumen genutzt wird und eine vorhandene Überlaufautomatik richtig arbeiten kann. - Positionen anzeichnen
Übertrage die Montagehöhe auf das Fallrohr und die Regentonne. Kontrolliere die Markierungen ein zweites Mal, bevor du bohrst oder das Rohr kürzt. - Regensammler montieren
Bohre das Fallrohr an oder trenne das erforderliche Rohrstück heraus – abhängig vom gewählten System. Bei Metallrohren müssen bearbeitete Schnittkanten entsprechend der Herstelleranleitung gegen Korrosion geschützt werden. - Anschlussöffnung in die Regentonne bohren
Nutze möglichst eine bereits vom Hersteller gekennzeichnete Stelle. Entferne anschließend Grate und scharfe Kanten, damit die Dichtung sauber anliegt und nicht beschädigt wird. - Tankdurchführung und Schlauch einsetzen
Montiere Dichtung und Anschlussstutzen und verbinde Tonne und Regensammler mit dem Schlauch. Er sollte weder geknickt noch unter Zug verlegt sein. - Verbindungen und Wasserlauf testen
Gib zunächst eine kleine Wassermenge in die Dachrinne oder das Fallrohr. Kontrolliere, ob das Wasser in die Tonne gelangt und alle Verbindungen dicht bleiben. - Deckel schließen und Filter zugänglich lassen
Der Deckel sollte sicher sitzen, während der Filter des Regensammlers weiterhin zur Reinigung erreichbar bleibt.
Die genaue Montage kann erheblich vom verwendeten System abhängen. Einige Sets werden nur eingebohrt, andere erfordern einen Rohrausschnitt. Auch die Verbindung zwischen Regensammler und Tonne erfolgt abhängig vom Modell über unterschiedliche Dichtungen und Anschlussstücke.
Kann man das Fallrohr direkt in die Regentonne führen?
Das Fallrohr kann grundsätzlich direkt über der Regentonne enden, doch ohne Filter und geregelten Überlauf ist diese Lösung meist unpraktisch. Laub, Moos und anderer Schmutz gelangen dann leichter in den Behälter, während eine volle Tonne bei starkem Regen unkontrolliert überlaufen kann.
Ein Regensammler leitet nur einen Teil des Wassers seitlich in die Tonne und kann größere Verschmutzungen zurückhalten. Systeme mit Überlaufstopp führen das Wasser bei voller Tonne wieder durch das Fallrohr ab. Möchtest du das Rohr trotzdem direkt in den Behälter führen, brauchst du mindestens:
- einen sicheren und abgedeckten Einlauf
- einen gut erreichbaren Filter
- einen ausreichend dimensionierten Überlauf
- eine kontrollierte Ableitung für überschüssiges Wasser
Kann man eine Regentonne anschließen, ohne das Fallrohr zu durchtrennen?
Eine Regentonne lässt sich mit einem Bohr-Regensammler* anschließen, ohne das Fallrohr vollständig zu durchtrennen. Dabei wird seitlich eine Öffnung in Rohr und Tonne gebohrt und der Sammler über einen Schlauch mit dem Behälter verbunden.
Ganz ohne Eingriff in das Fallrohr funktioniert auch diese Variante nicht. Die seitliche Bohrung muss exakt zur vorgesehenen Größe des Regensammlers passen. Besonders bei älteren, spröden Kunststoffrohren oder Metallfallrohren solltest du vorab prüfen, ob das gewünschte System dafür freigegeben ist.
Überlauf der Regentonne richtig planen
Überschüssiges Regenwasser muss kontrolliert abfließen können, ohne die Hauswand, das Fundament oder angrenzende Wege zu vernässen. Bei Regensammlern mit funktionierendem Überlaufstopp übernimmt häufig das Fallrohr diese Aufgabe.
Fehlt eine solche Automatik, benötigt die Tonne einen eigenen Überlauf im oberen Bereich. Das Wasser kann beispielsweise:
- zurück in das Fallrohr geleitet werden
- über einen Schlauch in eine geeignete Versickerungsfläche fließen
- in eine zweite Regentonne weitergeleitet werden
Der Schlauch sollte nicht unmittelbar neben dem Gebäude enden. Achte außerdem darauf, dass er nicht geknickt wird und sein Querschnitt für größere Wassermengen ausreicht.
Möchtest du zwei Regentonnen miteinander verbinden, verwendest du dafür ein richtig abgedichtetes Verbindungsset*. Die zweite Tonne sollte auf einem ebenso tragfähigen und möglichst gleich hohen Untergrund stehen.
Kann man eine Regentonne ohne Regenrinne aufstellen?
Eine Regentonne kann ohne vorhandene Regenrinne aufgestellt werden, sie sammelt dann jedoch nur dann nennenswerte Wassermengen, wenn das Regenwasser von einer geeigneten Dachfläche gezielt hineingeleitet wird. Für Gartenhaus, Schuppen, Gewächshaus oder Carport lässt sich häufig eine kleine Dachrinne mit Fallrohr nachrüsten.
Eine offene Tonne ohne geregelten Zulauf ist dagegen wenig effizient. Gleichzeitig können Blätter, Tiere und Schmutz leichter hineingelangen. Auch in diesem Fall sind ein sicherer Deckel, eine gefilterte Einlauföffnung und ein Überlauf erforderlich.
Das Gleiche gilt, wenn du eine Regentonne unter eine nach außen ragende Kette, einen einfachen Dachauslauf oder eine andere improvisierte Wasserführung stellst: Beobachte bei starkem Regen, ob das Wasser tatsächlich vollständig in die Tonne gelangt und bei vollem Behälter sicher weiterfließt.
Wasser aus der Regentonne entnehmen: Hahn, Schlauch oder Pumpe?
Für einzelne Gießkannen reicht ein Auslaufhahn aus, während ein Schlauch oder eine Pumpe die Bewässerung größerer Flächen erleichtern kann. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der Höhe der Tonne, der Entfernung zu den Beeten und der benötigten Wassermenge ab.
Ein direkt am Hahn befestigter Schlauch arbeitet ohne Pumpe nur mit dem natürlichen Gefälle. Die Wasserabgabe ist deshalb häufig langsam und funktioniert am besten, wenn das Schlauchende tiefer liegt als der Wasserspiegel in der Tonne.
Eine Regentonne kann außerdem als begrenzter Wasservorrat für Tropfer oder andere Systeme dienen, mit denen sich Pflanzen im Urlaub bewässern lassen. Vor einer längeren Abwesenheit sollten Fassungsvermögen, Wasserverbrauch und Laufzeit jedoch unter realen Bedingungen getestet werden. Gesammeltes Regenwasser eignet sich grundsätzlich gut für die Gartenbewässerung. Das Umweltbundesamt weist jedoch darauf hin, dass Wasser von Kupfer- und Zinkdächern sowie von bestimmten Bitumenbahnen problematische Stoffe enthalten kann. Bestehen lediglich Dachrinne und Fallrohr aus Kupfer oder Zink, ist die Verwendung im Garten in der Regel unproblematisch. Für eine größere Rasenfläche kann der Vorrat allerdings schnell aufgebraucht sein. Wie viel Wasser du beim Rasen sprengen tatsächlich benötigst, hängt von Fläche, Boden und Wetter ab.
Für längere Strecken oder größere Wassermengen kann eine geeignete Pumpe verwendet werden. Die Outsunny-Tauchpumpe von Aosom* ist laut Anbieter unter anderem für Gartenbewässerung und Wassertransfers vorgesehen. Das Modell arbeitet mit 400 Watt, erreicht eine Fördermenge von bis zu 9.000 Litern pro Stunde und unterstützt Schläuche mit einem beziehungsweise 1¼ Zoll Durchmesser.
Dabei handelt es sich um eine allgemeine Tauch- beziehungsweise Schmutzwasserpumpe und nicht um eine speziell für schmale Regentonnen entwickelte Fasspumpe. Prüfe deshalb vor dem Kauf, ob die Pumpe durch die Behälteröffnung passt, der Schwimmer genügend Bewegungsraum hat und ein geeigneter Schlauch angeschlossen werden kann.
Wann sollte man eine Regentonne aufstellen?
Am einfachsten stellst du die Regentonne im Frühjahr auf, bevor der Garten regelmäßig bewässert werden muss und sobald keine längere starke Frostperiode mehr zu erwarten ist. Grundsätzlich ist die Montage aber an jedem frostfreien Tag möglich.
Vor dem Winter hängt das richtige Vorgehen vom Behälter und den angeschlossenen Bauteilen ab. Nicht ausdrücklich frostbeständige Tonnen sollten vollständig entleert werden. Öffne den Hahn, trenne gegebenenfalls empfindliche Anschlüsse und reinige Filter sowie Schlauch. Beachte dabei immer die Winterhinweise des Herstellers, da gefrierendes Wasser sich ausdehnt und Behälter, Hahn oder Dichtungen beschädigen kann.
Regentonne vor dem ersten starken Regen überprüfen
Vor dem ersten starken Regen solltest du Standfestigkeit, Anschlüsse und Überlauf einmal vollständig kontrollieren. Kleine Undichtigkeiten oder eine ungünstige Wasserableitung lassen sich dann korrigieren, bevor die Tonne bis zum Rand gefüllt ist.
Prüfe abschließend:
- Steht die Regentonne waagerecht und ohne zu wackeln?
- Trägt der Untergrund auch das vollständige Füllgewicht?
- Ist ein vorhandener Sockel stabil und vollflächig belastet?
- Sind Zulauf, Hahn und Tankdurchführungen dicht?
- Verläuft der Verbindungsschlauch ohne Knick und Spannung?
- Bleibt der Filter zur Reinigung erreichbar?
- Kann überschüssiges Wasser sicher ablaufen?
- Sitzt der Deckel fest und ist die Tonne gegen unbeabsichtigtes Hineingreifen gesichert?
- Bleiben Hauswand, Fundament und Wege beim Überlaufen trocken?
Kontrolliere die Anlage nach dem ersten kräftigen Regen noch einmal. Hat sich der Untergrund nicht gesetzt und funktionieren Zulauf sowie Überlauf wie geplant, ist die Regentonne bereit für die laufende Gartenbewässerung.