Der Tag des Kaffees wird in Deutschland jedes Jahr am 1. Oktober gefeiert. Er fällt heute mit dem International Coffee Day zusammen. Cafés und Röstereien nutzen den Anlass für Verkostungen, Führungen oder besondere Aktionen. Dahinter steckt inzwischen mehr als ein gemütlicher Kaffeetrinktermin: Der internationale Tag lenkt auch den Blick auf die Menschen, die Kaffee anbauen und verarbeiten. Seit 2026 ist der 1. Oktober zudem offiziell ein Aktionstag der Vereinten Nationen.
Wann ist der Tag des Kaffees?
Der Tag des Kaffees ist jährlich am 1. Oktober, sowohl in Deutschland als auch beim International Coffee Day. Der nächste Termin fällt auf Freitag, den 1. Oktober 2027.
Der deutsche Aktionstag wurde ursprünglich an wechselnden Terminen im September begangen. Seit 2016 findet er gemeinsam mit dem internationalen Kaffeetag am 1. Oktober statt. Wenn du auf einer älteren deutschen Seite ein Septemberdatum findest, muss das deshalb kein Fehler für das damalige Jahr sein.
| Jahr | Datum | Wochentag |
|---|---|---|
| 2026 | 1. Oktober | Donnerstag |
| 2027 | 1. Oktober | Freitag |
| 2028 | 1. Oktober | Sonntag |
| 2029 | 1. Oktober | Montag |
| 2030 | 1. Oktober | Dienstag |
Wer hat den deutschen Tag des Kaffees ins Leben gerufen?
Der Deutsche Kaffeeverband initiierte den deutschen Tag des Kaffees im Jahr 2006. Er wollte dem Getränk einen eigenen Anlass geben und Unternehmen sowie Kaffeeliebhaber zum Mitmachen einladen.
Das erklärt, warum sich der Tag früh mit Röstereiführungen, Probieraktionen und Einblicken in die Kaffeewelt verband. Im Mittelpunkt stand ein Produkt, das für viele Menschen zum Alltag gehört, dessen Weg in die Tasse aber oft wenig bekannt ist.
Der deutsche und der internationale Kaffeetag haben also unterschiedliche Entstehungsgeschichten. Ihre gemeinsame Feier auf demselben Datum macht die heutige Planung einfacher, bedeutet aber nicht, dass beide schon 2006 weltweit eingeführt wurden.
Wie entstand der International Coffee Day?
Der erste von der International Coffee Organization koordinierte International Coffee Day fand am 1. Oktober 2015 statt. Die Mitgliedstaaten hatten den gemeinsamen internationalen Termin 2014 beschlossen.
Die International Coffee Organization, kurz ICO, ist eine internationale Organisation rund um den Kaffeesektor. Ihr Ziel war ein gemeinsamer Anlass zusätzlich zu den bereits vorhandenen nationalen Kaffeetagen. Zum Auftakt 2015 gehörten Veranstaltungen im Umfeld der Weltausstellung und des Global Coffee Forum in Mailand.
Der 1. Oktober passt außerdem zum Beginn des internationalen Kaffeejahres. Dieses läuft vom 1. Oktober bis zum 30. September. Das ist ein Bezugszeitraum der Branche und bedeutet nicht, dass in sämtlichen Anbauländern gleichzeitig die Ernte beginnt. Kaffee wächst unter unterschiedlichen regionalen Bedingungen.
Für die Einordnung sind damit drei Jahreszahlen hilfreich: 2006 für den deutschen Tag, 2015 für den ersten gemeinsamen internationalen Aktionstag und 2016 für die Zusammenlegung des deutschen Termins mit dem 1. Oktober.
Was ist seit 2026 neu?
Seit 2026 ist der International Coffee Day offiziell als Aktionstag der Vereinten Nationen anerkannt. Die UN-Generalversammlung beschloss die entsprechende Resolution am 10. März 2026.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, kurz FAO, berichtete am 1. Oktober 2026 über die erste Feier in diesem UN-Rahmen. Das ist eine zusätzliche offizielle Anerkennung des bereits etablierten Datums.
Wenn ältere Texte den Kaffeetag ausschließlich als Brancheninitiative beschreiben, fehlt ihnen diese jüngere Entwicklung. Umgekehrt wäre auch die Behauptung falsch, den internationalen Kaffeetag gebe es erst seit 2026. Die FAO unterscheidet den neuen UN-Status vom früher eingeführten Anlass.
Arbeitsfrei wird der 1. Oktober dadurch in Deutschland nicht. Die internationale Anerkennung schafft Aufmerksamkeit, keinen zusätzlichen gesetzlichen Feiertag.
Worum geht es beim Tag des Kaffees?
Beim Tag des Kaffees geht es um Genuss, Kaffeekultur und die Menschen entlang der gesamten Produktionskette. Der internationale Anlass verbindet das Getränk bewusst mit sozialen und wirtschaftlichen Fragen.
Zwischen Kaffeepflanze und fertiger Tasse liegen viele Schritte: Anbau, Ernte, Aufbereitung, Handel, Transport, Röstung und Zubereitung. An jedem davon arbeiten Menschen. Eine Verkostung kann deshalb mehr vermitteln als die Frage, ob eine Bohne kräftig oder mild schmeckt.
Interessant sind zum Beispiel diese Fragen: Aus welcher Region stammt der Kaffee? Wer hat ihn angebaut? Welche Informationen gibt es zur Bezahlung der Erzeuger? Und wie wirken sich Veränderungen beim Klima oder den Produktionskosten auf den Anbau aus?
Ein höherer Ladenpreis beantwortet diese Fragen allein nicht. Aussagekräftiger sind nachvollziehbare Informationen zur Lieferkette und konkrete Standards. Genuss und genaueres Hinsehen passen am Kaffeetag gut zusammen.

Welche Aktionen gibt es am 1. Oktober?
Am Tag des Kaffees können Röstereien, Cafés, Vereine und andere Veranstalter eigene Aktionen anbieten. Es gibt kein überall identisches Programm.
- Röstereiführungen: Du siehst, wie aus Rohkaffee ein geröstetes Produkt wird und welche Entscheidungen dabei den Geschmack beeinflussen.
- Verkostungen: Mehrere Kaffees werden nebeneinander probiert. Unterschiede lassen sich leichter erkennen als beim Vergleich von Tassen an verschiedenen Tagen.
- Barista- oder Zubereitungskurse: Mahlgrad, Dosierung und Brühmethode werden praktisch erklärt.
- Tag der offenen Tür: Unternehmen zeigen Teile ihrer Arbeit, die du als Kunde sonst selten siehst.
- Besondere Getränke oder Mischungen: Manche Cafés und Röstereien gestalten ein zeitlich begrenztes Angebot.
Ob eine Aktion kostenlos ist, eine Anmeldung verlangt oder überhaupt stattfindet, entscheidet der Anbieter. Prüfe das aktuelle Programm einer Rösterei oder eines Cafés in deiner Nähe. Eine frühere Rabattaktion ist keine verlässliche Ankündigung für den nächsten Kaffeetag.
Wie kannst du zuhause eine Kaffee-Verkostung veranstalten?
Für eine kleine Kaffee-Verkostung zuhause reichen zwei unterschiedliche Kaffees, dieselbe Zubereitungsmethode und etwas Zeit zum Vergleichen. Große Probiermengen oder eine neue Maschine brauchst du dafür nicht.
- Zwei Kaffees auswählen: Nimm beispielsweise unterschiedliche Herkünfte oder Röstungen. Vergleiche zunächst Kaffee mit Kaffee, nicht einen Cappuccino mit einem schwarzen Filterkaffee.
- Gleich zubereiten: Verwende möglichst dieselbe Wassermenge, Kaffeemenge und Methode. So vermischen sich Unterschiede der Bohnen weniger mit Unterschieden beim Brühen.
- In kleinen Portionen probieren: Beginne mit wenigen Schlucken. Mehrere volle Tassen pro Person sind für einen Vergleich nicht nötig.
- Worte statt Noten suchen: Beschreibe, was du wahrnimmst. Wirkt der Kaffee eher nussig, fruchtig, bitter, leicht oder kräftig? Ein persönlicher Eindruck muss keine Profibewertung sein.
- Leicht abkühlen lassen: Probiere denselben Kaffee später noch einmal. Vergleiche, ob du die Aromen dann anders wahrnimmst.
Der Mahlgrad sollte zu deiner Methode passen. Filterkaffee braucht einen anderen als eine French Press oder ein Siebträger. Für den Vergleich ist wichtiger, deine Bedingungen konstant zu halten, als eine angeblich perfekte Zahl aus dem Internet zu übernehmen.
Milch und Zucker kannst du anschließend nach deinem Geschmack ergänzen. Der erste Vergleich ohne Zusätze erleichtert es lediglich, Unterschiede zwischen den Kaffees zu entdecken. Wer keinen Kaffee trinken möchte, kann bei der Runde selbstverständlich mit einem anderen Getränk dabei sein.

Wie kannst du den Kaffeetag mit mehr Verantwortung verbinden?
Du kannst den Kaffeetag nutzen, um Herkunft, Einkaufsentscheidungen und den Umgang mit Kaffee genauer anzusehen. Schon eine kleine Aktion wird dadurch informativer.
Frag beim Kauf nach, welche Angaben zur Farm oder Genossenschaft vorliegen und worauf sich Aussagen wie „fair gehandelt“ beziehen. Das Fairtrade-System arbeitet beispielsweise mit einem Mindestpreis und einer zusätzlichen Prämie für Erzeugerorganisationen. Diese Instrumente sollen die Bedingungen im Handel verbessern. Sie sind keine pauschale Garantie dafür, dass jede einzelne Familie bereits ein existenzsicherndes Einkommen erzielt.
Für ein Treffen kannst du außerdem bedarfsgerecht brühen und übrig gebliebene Mengen vermeiden. Kleine Probiertassen sind häufig ausreichend. So muss ein Genussanlass nicht mit unnötigen Resten enden.
Wenn du Kaffee und Kuchen servierst, kannst du daraus eine einfache Gesprächsrunde machen. Der Tag des Kuchens bietet zwar einen eigenen Kalenderanlass. Für eine gemeinsame Kaffeepause musst du auf diesen zusätzlichen Termin aber natürlich nicht warten.
FAQ: Weitere Fragen zum Tag des Kaffees
Einige ähnliche Begriffe und Angebote sorgen rund um den Kaffeetag immer wieder für Verwechslungen.
Ist der Welttag des Kaffees ein anderer Tag?
„Welttag des Kaffees“ wird häufig als weitere Bezeichnung für den International Coffee Day am 1. Oktober verwendet. Prüfe bei anderen Datumsangaben, ob sich die jeweilige Seite auf einen nationalen Kaffeetag oder einen älteren Termin bezieht.
Warum steht auf US-Seiten oft der 29. September?
Der 29. September wird in den USA als National Coffee Day geführt. Dieser nationale Anlass besteht neben dem International Coffee Day am 1. Oktober. Ein amerikanisches Angebot vom 29. September gilt deshalb nicht automatisch für ein Café in Deutschland.
Gibt es am Tag des Kaffees überall Gratiskaffee?
Nein, kostenlose Tassen sind einzelne Aktionen von Anbietern. Weder der Deutsche Kaffeeverband noch der internationale Termin verpflichten Cafés dazu. Manchmal gelten zusätzliche Bedingungen oder eine begrenzte Dauer.
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