Kichererbsen kochen beginnt bei getrockneter Ware am besten am Vorabend: Du weichst sie acht bis zwölf Stunden ein, schüttest das Wasser weg und garst sie anschließend in frischem Wasser vollständig weich. Kichererbsen aus Dose oder Glas sind dagegen bereits gekocht. Sie können direkt in den Salat oder müssen für ein warmes Gericht nur noch erhitzt werden. Wie lange trockene Kichererbsen brauchen, hängt auch davon ab, ob du einen körnigen Salat oder besonders cremigen Hummus möchtest.
Getrocknet, Dose oder Glas: Was hast du vor dir?
Getrocknete und vorgegarte Kichererbsen brauchen grundverschiedene Behandlung. Die trockenen Samen sind hart und müssen vor dem Essen gegart werden. Eine handelsübliche Konserve hat diesen Schritt schon hinter sich.
| Kichererbsen | Vorbereitung | Was beim Garen wichtig ist |
|---|---|---|
| Getrocknet | Aussortieren, abspülen, 8–12 Stunden in reichlich kaltem Wasser einweichen | In frischem Wasser aufkochen und vollständig weich garen. Häufig etwa 60–90 Minuten, je nach Ware und gewünschter Konsistenz auch länger. |
| Aus Dose oder Glas | Abtropfen lassen, bei Bedarf abspülen | Bereits gegart. Kalt verwendbar oder im Gericht erhitzen. |
| Selbst gekocht und eingefroren | Benötigte Portion entnehmen | Je nach Gericht auftauen oder direkt zugeben und ausreichend erhitzen. |
„Bissfest“ darf bei Kichererbsen nicht mit einem harten, ungegarten Inneren verwechselt werden. Eine gare Kichererbse lässt sich mit der Gabel zerdrücken. Für Hummus darf sie noch weicher werden, damit der Mixer nicht gegen kleine Kieselsteine antreten muss.
Die unterschiedlichen Zeitangaben in Rezepten haben mehrere Gründe: Größe, Alter der Ware, Einweichdauer und Wasserhärte beeinflussen das Ergebnis. Eine einzige minutengenaue Kochzeit für jede Packung wäre deshalb wenig hilfreich.
Wie viel Kichererbsen brauchst du pro Person?
Für eine Beilage oder als Bestandteil einer gemischten Mahlzeit kannst du mit etwa 60–70 Gramm trockenen Kichererbsen pro Person beginnen. Für ein Hauptgericht mit hohem Kichererbsenanteil darf es mehr sein. Entscheidend ist, wie viel Gemüse, Getreide oder Brot noch dazukommt.
Beim Einweichen und Kochen nehmen die Samen Wasser auf. Eine Dose mit ungefähr 240–250 Gramm Abtropfgewicht lässt sich grob durch etwa 100–125 Gramm getrocknete Kichererbsen ersetzen. Das ist eine Küchenorientierung, keine exakte Umrechnung für jede Sorte. Wenn das Rezept ausdrücklich 250 Gramm gekochte Kichererbsen verlangt, wiegst du die selbst gegarte Portion nach dem Abtropfen ab.
Wie weichst du getrocknete Kichererbsen richtig ein?
Am einfachsten weichst du Kichererbsen über Nacht in einer großen Schüssel mit reichlich kaltem Trinkwasser ein. Sie vergrößern ihr Volumen deutlich und sollen auch nach dem Quellen noch gut mit Wasser bedeckt sein.
- Sortiere beschädigte oder auffällige Samen und mögliche Fremdkörper aus.
- Spüle die Kichererbsen in einem Sieb unter kaltem Wasser ab.
- Gib sie in eine ausreichend große Schüssel. Für 250 Gramm trockene Kichererbsen kannst du etwa einen Liter Wasser zum Einweichen verwenden.
- Lass sie acht bis zwölf Stunden quellen. In einer warmen Küche stellst du die Schüssel dafür in den Kühlschrank.
- Gieße das Einweichwasser weg und spüle die Kichererbsen noch einmal ab.
Das Einweichen spart spätere Kochzeit, macht die Kichererbsen aber noch nicht verzehrfertig. Die Hinweise zur ausreichenden Zubereitung von Hülsenfrüchten betonen, dass ihre natürlichen Lektine durch geeignetes Erhitzen unschädlich gemacht werden müssen. Nur Aufquellen oder kurzes Erwärmen genügt dafür nicht.

Wie kochst du eingeweichte Kichererbsen im Topf?
Du kochst die abgespülten Kichererbsen in frischem Wasser auf und lässt sie anschließend bei gleichmäßiger Kochhitze vollständig gar werden. Sie bleiben währenddessen gut mit Wasser bedeckt.
Für diese Vorratsportion weichst du zunächst 250 Gramm trockene Kichererbsen wie oben beschrieben ein. Zum Kochen brauchst du frisches Wasser und nach Wunsch etwas Salz, ein Lorbeerblatt oder ein Stück Zwiebel.
- In den Topf geben. Wähle einen Topf, in dem die Kichererbsen samt reichlich Wasser bequem Platz haben. Die Flüssigkeit soll einige Zentimeter über den Samen stehen.
- Kräftig aufkochen. Bringe den gesamten Topfinhalt zum Kochen. Bleib dabei, weil sich Schaum bilden kann. Überschüssigen Schaum kannst du abschöpfen.
- Gleichmäßig weiterkochen. Reduziere die Hitze so weit, dass das Wasser weiter sichtbar leicht kocht. Der Deckel darf etwas geöffnet aufliegen. Ein nur lauwarmes Wasserbad ist keine Abkürzung.
- Wasserstand prüfen. Gieße bei Bedarf heißes Wasser nach. Die Kichererbsen sollen weder trockenfallen noch am Boden ansetzen.
- Ausreichend Zeit einplanen. Bei normaler Trockenware sind nach dem Einweichen häufig etwa 60–90 Minuten nötig. Sehr weiche Kichererbsen für Hummus oder ältere Ware können ein bis zwei Stunden brauchen. Beachte die Angaben auf deiner Packung.
- Garprobe machen. Prüfe gegen Ende der angegebenen Zeit mehrere Kichererbsen. Sie sollen innen weich sein und sich leicht zerdrücken lassen. Für Salat dürfen sie ihre äußere Form behalten.
- Je nach Verwendung abgießen. Zum direkten Weiterverarbeiten abtropfen lassen. Willst du geeignetes Kochwasser auffangen, verwende ein sauberes Gefäß und kühle es anschließend ebenso zügig wie die Kichererbsen.
Ein Schnellkochtopf kann die Garzeit verkürzen. Die Zeit richtet sich nach Gerät, Druckstufe und vorherigem Einweichen. Verwende die Anleitung für Hülsenfrüchte und beachte besonders die Füllgrenze für quellende und schäumende Lebensmittel. Die Druckgarzeit beginnt erst beim vorgesehenen Betriebsdruck, nicht beim Einschalten der Herdplatte.
Warum bleiben Kichererbsen manchmal hart?
Harte Kichererbsen brauchen häufig länger, wurden zu kurz eingeweicht oder sind schon lange gelagert. Auch sehr hartes Wasser und früh zugegebene Säure können das Weichwerden erschweren.
Kontrolliere zuerst, ob genug Wasser im Topf ist und ob es wirklich kocht. Gib bei Bedarf heißes Wasser dazu und gare weiter. Eine Kichererbse, die außen weich aussieht, kann innen noch hart sein. Deshalb mehrere prüfen und nicht nur nach der Form urteilen.
Essig, Zitronensaft und eine größere Tomatenmenge kommen bei der Grundzubereitung erst hinzu, wenn die Kichererbsen gar sind. Salz ist dagegen nicht automatisch der Schuldige. Die pauschale Regel „Hülsenfrüchte erst nach dem Kochen salzen“ ist ebenso wie beim Kochen von Linsen zu grob.
Eine kleine Menge Natron kann besonders in hartem Wasser das Weichwerden beschleunigen. Für die Grundanleitung ist es nicht nötig. Zu viel davon kann einen unangenehmen Geschmack und sehr weiche, sich lösende Häutchen verursachen. Bei neuen Packungen und normalem Wasser ist es sinnvoller, zunächst ohne Zusatz zu kochen.

Musst du Kichererbsen aus der Dose noch einmal kochen?
Kichererbsen aus handelsüblicher Dose oder Glas musst du nicht erneut wie Trockenware kochen. Sie wurden bereits ausreichend erhitzt und können direkt verwendet werden.
Für einen Salat gießt du die Flüssigkeit ab. Abspülen entfernt einen Teil der anhaftenden Flüssigkeit und kann den Salzgeschmack verringern. Zwingend notwendig ist es bei verzehrfertiger Ware nicht, wie die Küchenhinweise zu vorgegarten Kichererbsen erläutern. Halte dich bei gewürzten Produkten zusätzlich an die Packungsangaben.
Im Curry oder Eintopf gibst du die gegarten Kichererbsen rechtzeitig zum Erhitzen dazu. Sie müssen dort nicht mehr eine Stunde mitkochen. Für eine schnelle Schüssel passen sie beispielsweise zu lockerem Couscous, Gurke, Kräutern und einem Zitronendressing.
Welches Kichererbsenwasser kannst du verwenden?
Verwendbar ist geeignetes Kochwasser vollständig gegarter Kichererbsen oder die Flüssigkeit aus handelsüblicher Dose und Glas. Das Wasser vom Einweichen roher Kichererbsen schüttest du dagegen weg.
Die dickliche Flüssigkeit aus gegarten Hülsenfrüchten heißt Aquafaba. Sie kann etwa für einen pflanzlichen Eischneeersatz oder eine Emulsion interessant sein. Wie gut sie funktioniert, hängt unter anderem von ihrer Konzentration und den Zutaten der Konserve ab. Dünnes selbst gewonnenes Kochwasser ist nicht automatisch genauso leistungsfähig wie eine konzentrierte Konservenflüssigkeit.
Für einen neutralen Geschmack sind schlicht zusammengesetzte Produkte praktisch. Stark gesalzene oder gewürzte Flüssigkeit passt nicht ohne Weiteres in ein süßes Dessert. Selbst gekochtes Wasser solltest du nur nach einer vollständigen, ausreichend heißen Garung auffangen.
Was tun, wenn du keine Einweichzeit hast?
Die gut planbare Lösung für denselben Tag sind vorgegarte Kichererbsen. Eine Dose nimmt dir sowohl das Einweichen als auch die lange Kochzeit ab.
Getrocknete Ware lässt sich durch ein kurzes heißes Bad nicht in eine fertig gegarte Konserve verwandeln. Wenn du sie regelmäßig selbst kochen möchtest, bereite eine größere Menge nach der vollständigen Anleitung zu und friere sie anschließend portionsweise ein. So wird aus der langen Vorarbeit ein Vorrat für mehrere schnelle Mahlzeiten.
Wie lagerst du gekochte Kichererbsen und Reste?
Gekochte Kichererbsen und aufgefangene Kochflüssigkeit gehören nach zügigem Abkühlen in saubere, geschlossene Behälter in den Kühlschrank. Teile eine größere Kochmenge in flache Portionen auf, damit sie schneller abkühlt.
Als Orientierung für selbst gekochte, hygienisch behandelte Reste sind zwei bis drei Tage sinnvoll. Bei geöffneter Konservenware gelten außerdem die Hinweise des Herstellers. Fülle übrig gebliebene Kichererbsen aus der geöffneten Dose in ein sauberes verschließbares Gefäß um.
Für längere Lagerung kannst du gegarte Kichererbsen in passenden Portionen einfrieren. Beschrifte die Verpackung mit Inhalt und Datum. Beim späteren warmen Verzehr erhitzt du sie im gesamten Gericht ausreichend. Ein lange ungekühlt stehen gelassener Topf wird durch Einfrieren oder Aufwärmen nicht wieder zuverlässig sicher.
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