Für die Relegation im deutschen Männer-Profifußball gelten folgende Regeln: Es gibt zwei Entscheidungsspiele um Aufstieg oder Klassenerhalt. Der Tabellen-16. der höheren Liga trifft auf den Dritten der darunterliegenden Spielklasse. Entscheidend ist das Gesamtergebnis aus Hin- und Rückspiel. Auswärtstore erhalten keinen besonderen Wert. Ist die Bilanz nach dem Rückspiel ausgeglichen, folgen Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeterschießen. Beim Heimrecht, bei Auswechslungen und in unteren Spielklassen lohnt sich allerdings ein genauerer Blick.
Was bedeutet Relegation im Fußball?
Eine Relegation entscheidet durch zusätzliche Spiele, in welcher Liga eine Mannschaft in der folgenden Saison antreten darf. Im deutschen Profifußball stehen sich dabei ein Team mit drohendem Abstieg und ein möglicher Aufsteiger gegenüber. Beide spielen also um denselben Platz in der höheren Spielklasse, blicken aber aus unterschiedlichen Richtungen darauf.
Für den höherklassigen Verein ist es die letzte sportliche Möglichkeit, den Abstieg noch zu verhindern. Der Herausforderer kann seine gute Saison mit dem Aufstieg abschließen. Gewinnt der bisher höherklassige Club das Duell, bleibt er oben und der Gegner unten. Setzt sich der unterklassige Club durch, tauschen die beiden die Spielklassen.
Das ist kein Pokalwettbewerb mit einem zusätzlichen Titel. Der Gewinn besteht im Startrecht für die kommende Ligaspielzeit. In der Reihenfolge der Fußball-Ligen verbinden Auf- und Abstieg die einzelnen Ebenen. Die Relegation regelt einen Teil dieser Übergänge, ersetzt aber nicht sämtliche direkten Auf- und Abstiegsplätze.
Auch das Wort kann irritieren: Im englischen Fußball bedeutet „relegation“ gewöhnlich schlicht Abstieg. Die deutschen „Relegationsspiele“ sind dagegen die hier beschriebenen Entscheidungsspiele. Nicht jede englische Meldung über eine „relegation battle“ handelt deshalb von einem Hin- und Rückspiel.
Wer spielt in der deutschen Profi-Relegation gegeneinander?
Die regulären Paarungen sind an den beiden Übergängen nach demselben Prinzip aufgebaut: Drittletzter gegen Dritten. Weil Bundesliga und 2. Bundesliga jeweils 18 Mannschaften haben, ist der Drittletzte dort der Tabellen-16.
| Entscheidung um den Platz in … | Teilnehmer aus der höheren Liga | Teilnehmer aus der tieferen Liga |
|---|---|---|
| der Bundesliga | 16. der Bundesliga | 3. der 2. Bundesliga |
| der 2. Bundesliga | 16. der 2. Bundesliga | 3. der 3. Liga |
Die Plätze 17 und 18 der beiden Lizenzligen führen im gewöhnlichen sportlichen Ablauf direkt nach unten. Meister und Zweiter der jeweils darunterliegenden Liga steigen direkt auf. Nur der zusätzliche mögliche Aufsteiger muss durch das Entscheidungsspiel-Duell.
Die DFL-Spielordnung legt diese Paarungen und den Ablauf als Hin- und Rückspiel fest. Für die Schnittstelle zur 3. Liga ergänzt die DFB-Spielordnung die Bestimmungen. Die Relegation ist damit kein nachträglicher Sonderdeal zwischen zwei Vereinen, sondern Teil der vorab festgelegten Wettbewerbsregeln.
Eine wichtige Grenze der Merkhilfe „die letzten zwei steigen direkt ab“: Sie bezieht sich hier auf Bundesliga und 2. Bundesliga. Aus der 20 Mannschaften umfassenden 3. Liga steigen im regulären Ablauf vier Teams direkt in die Regionalligaebene ab. Am unteren Ende der 3. Liga gibt es nicht dasselbe Rettungsduell wie am unteren Ende der beiden Lizenzligen.
Warum kann ausnahmsweise ein anderer Drittligist teilnehmen?
Die sportliche Tabellenposition genügt nicht immer, weil ein Club auch aufstiegsberechtigt sein und die Lizenzvoraussetzungen erfüllen muss. Besonders sichtbar wird das bei zweiten Mannschaften. Ein Verein kann nicht mit zwei Mannschaften gleichzeitig am Spielbetrieb der Lizenzligen teilnehmen.
Steht eine nicht aufstiegsberechtigte zweite Mannschaft auf einem entsprechenden Platz der 3. Liga, kann ein nachfolgender berechtigter Club nachrücken. Die DFB-Spielordnung regelt außerdem Fälle wie den Verzicht auf das Aufstiegsrecht oder eine fehlende Lizenzbewerbung. Welche Mannschaft tatsächlich teilnimmt, ergibt sich deshalb aus sportlicher Abschlusstabelle und den anwendbaren Zulassungsbestimmungen zusammen.
Auch eine verweigerte oder zurückgegebene Lizenz kann besondere Nachrückfolgen auslösen. Solche Fälle lassen sich nicht sinnvoll allein mit einer einfachen Tabellengrafik entscheiden. Für ein konkretes Saisonende ist die offizielle Festlegung maßgeblich. Die Grundpaarung in der Übersicht bleibt die Regel, nicht die vollständige Beschreibung jedes denkbaren Sonderfalls.
Wie werden Hin- und Rückspiel zusammengezählt?
Für die Entscheidung zählen die erzielten Tore aus beiden Begegnungen zusammen. Die Mannschaft mit der höheren Gesamttorzahl gewinnt das Duell. Die Ligapunkte und die Tordifferenz der abgeschlossenen Saison werden nicht mitgenommen.
Ein Beispiel mit erfundenen Mannschaften: Club A gewinnt das Hinspiel gegen Club B mit 2:0. Im Rückspiel verliert A mit 0:1. Insgesamt hat A zwei Tore erzielt und B eines. A setzt sich mit 2:1 durch, obwohl B die zweite Partie gewonnen hat.
Dass jede Mannschaft einmal gewonnen hat, führt also nicht automatisch zu einem dritten Spiel. Ebenso wenig werden für das 2:0 drei Punkte und für das 0:1 null Punkte in eine kleine Abschlusstabelle eingetragen, um anschließend neue Tabellenregeln anzuwenden. Für das Relegationsduell genügt die Gesamttorzahl.
| Hinspiel aus Sicht von A | Rückspiel aus Sicht von A | Gesamtergebnis für A | Folge nach regulärer Spielzeit |
|---|---|---|---|
| 2:0 | 0:1 | 2:1 | A gewinnt das Duell. |
| 1:1 | 0:0 | 1:1 | Verlängerung im Rückspiel. |
| 0:2 | 3:0 | 3:2 | A gewinnt das Duell. |
| 2:1 | 1:2 | 3:3 | Verlängerung im Rückspiel. |
Die Beispiele zeigen auch, warum ein Unentschieden im Rückspiel nicht automatisch eine Verlängerung bedeutet. Hat eine Mannschaft das Hinspiel gewonnen und hält anschließend ein Remis, bleibt sie in der Gesamtwertung vorn. Die Anzeigetafel der einzelnen Partie und die Einblendung „Gesamt“ beantworten verschiedene Fragen.
Wann folgen Verlängerung und Elfmeterschießen?
Eine Verlängerung gibt es erst, wenn nach der regulären Spielzeit des Rückspiels einschließlich Nachspielzeit auch das Gesamtergebnis ausgeglichen ist. Das Hinspiel endet dagegen bei einem Unentschieden ganz normal nach seinem regulären Ablauf. Am ersten Abend muss noch kein Sieger des Duells feststehen.
Die Verlängerung im Rückspiel umfasst zweimal 15 Minuten. Auch in diesen Spielabschnitten kann Nachspielzeit hinzukommen. Die Verlängerung und die Nachspielzeit erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Die eine schafft zusätzliche Spielzeit zur Siegerermittlung, die andere berücksichtigt verlorene Zeit innerhalb eines Spielabschnitts.
Fällt in der Verlängerung ein Tor, ist die Begegnung nicht sofort beendet. Es gibt hier kein Golden Goal. Beide Hälften werden grundsätzlich vollständig gespielt. Erzielt der Gegner später den Ausgleich, ist die Entscheidung wieder offen. Weitere Einzelheiten zu Ablauf und Pausen erklärt die Verlängerung im Fußball.
Bleibt der Gesamtstand auch nach der Verlängerung gleich, entscheidet ein Elfmeterschießen. Zunächst sind bis zu fünf Versuche pro Mannschaft vorgesehen. Die Serie kann früher enden, wenn das zurückliegende Team nicht mehr ausgleichen kann. Bei Gleichstand nach fünf Schüssen je Team geht es paarweise weiter, bis nach gleich vielen Versuchen ein Unterschied besteht.
Die Treffer dieses Entscheidungsverfahrens werden nicht einfach zu normalen Spieltoren. Ergebnisdienste unterscheiden deshalb etwa zwischen dem Resultat nach Verlängerung und dem Ausgang „im Elfmeterschießen“. Wer erst später einschaltet, sollte auf diesen Zusatz achten.

Zählen Auswärtstore in der Relegation mehr?
Nein, in der deutschen Profi-Relegation gibt es seit der Saison 2021/22 keine Auswärtstorregel mehr. Ein auswärts erzieltes Tor hat für die Gesamtsumme denselben Wert wie ein Treffer im eigenen Stadion. Das gilt auch für Tore in der Verlängerung des Rückspiels.
Nehmen wir an, A spielt zu Hause 1:1 und erreicht auswärts ein 0:0. Beide Mannschaften haben insgesamt ein Tor erzielt. Nach heutigen Regeln geht das Rückspiel in die Verlängerung. B gewinnt nicht deshalb, weil sein einziger Treffer im fremden Stadion fiel.
Die frühere Regel war eine zusätzliche Entscheidung bei gleicher Gesamttorzahl. Die geläufige Formulierung „Auswärtstore zählen doppelt“ war schon damals nur eine verkürzte Merkhilfe. Aus einem 1:1 wurde rechnerisch kein 1:2. Bei Gleichstand gab lediglich die höhere Zahl auswärts erzielter Treffer den Ausschlag.
Ältere Spielberichte können daher einen Verlauf schildern, der heute anders entschieden würde. Wenn zwei Remis früher zum Klassenerhalt einer Mannschaft genügten, muss das kein Rechenfehler sein. Für ein aktuelles Duell darfst du die damalige Zusatzregel aber nicht wieder einschmuggeln. Der Taschenrechner hat inzwischen genug mit normalen Toren zu tun.
Wer hat zuerst Heimrecht und wer im Rückspiel?
Das Rückspiel findet beim Club statt, der laut Spielplan der abgelaufenen Saison vor dem Hinspiel weniger spielfreie Tage hatte. Bei gleich vielen spielfreien Tagen entscheidet das Los. Die höhere Spielklasse allein bestimmt die Reihenfolge also nicht.
Ein einfaches Beispiel: Die eine Liga beendet ihre reguläre Saison am Samstag, die andere am Sonntag. Vor demselben Relegations-Hinspiel hat die sonntags spielende Mannschaft einen spielfreien Tag weniger. Nach der DFL-Regel erhält sie deshalb das Heimrecht im Rückspiel.
Durch die häufige Ansetzung der letzten Zweitligapartien am Sonntag liegt das Rückspiel oft beim Zweitligisten. Das ist aber die Folge des jeweiligen Spielplans. Die Regel lautet nicht pauschal „der Zweitligist spielt immer zuletzt zu Hause“. Prüfe bei einem konkreten Duell die offizielle Ansetzung.
Im eigenen Stadion fallen im Rückspiel gegebenenfalls auch Verlängerung und Elfmeterschießen an. Daraus lässt sich trotzdem kein garantierter Vorteil ableiten. Vertraute Umgebung und Unterstützung können helfen, zugleich kann die Erwartung im entscheidenden Heimspiel belasten. Die Heimrechtregel verteilt eine organisatorische Bedingung, keinen sportlichen Bonuspunkt.
Wie viele Auswechslungen sind in der Relegation erlaubt?
In den Relegationsspielen sind pro Mannschaft bis zu fünf Spielerwechsel erlaubt. Für eine Verlängerung im Rückspiel kommt nach der DFL-Spielordnung kein sechster Wechsel hinzu. Hier unterscheidet sich die Relegation von Wettbewerben, die ausdrücklich einen zusätzlichen Spielerwechsel vorsehen.
Davon getrennt zu betrachten sind die Wechselgelegenheiten. Während der regulären Spielzeit gibt es drei Gelegenheiten sowie die Halbzeitpause. Bei einer Verlängerung kommt eine vierte Gelegenheit hinzu. Außerdem sind Wechsel im Übergang zur Verlängerung und bei deren Seitenwechsel möglich.
Ein Team, das seine fünf Wechsel bereits ausgeschöpft hat, erhält durch die zusätzliche Gelegenheit also keinen neuen Spieler. Hat es erst viermal gewechselt, kann es den verbliebenen Wechsel später noch nutzen. Die Unterscheidung zwischen Zahl der Auswechselspieler und Wechselgelegenheiten verhindert hier das typische Missverständnis.
Werden Karten und Sperren vor der Relegation gelöscht?
Die Profi-Relegation bedeutet keinen allgemeinen Neustart bei Karten und Sperren. Ein Spieler kann deshalb wegen einer noch wirksamen Sperre aus der Ligaphase fehlen. Auch ein Vergehen im Hinspiel kann Folgen für das Rückspiel haben.
Bei einer Sperre muss zwischen einer Ansammlung gelber Karten, Gelb-Rot und einer direkten Roten Karte unterschieden werden. Maßgeblich sind die einschlägigen Wettbewerbsbestimmungen und gegebenenfalls das konkrete Sportgerichtsurteil. Die Relegation ist jedenfalls kein Zwischenraum, in dem ausgesprochene Strafen plötzlich Urlaub machen.
Übertrage diese Aussage nicht ungeprüft auf jedes regionale Entscheidungsspiel. Dort können etwa für die Anrechnung gelber Karten abweichende Regelungen gelten. Im Zweifel ist die offizielle Spielberechtigung für den konkreten Wettbewerb entscheidend.
Gibt es VAR und Torlinientechnik?
In den von der DFL veranstalteten Relegationsspielen kommt der Video-Assistent zum Einsatz. Auch wenn ein Drittligist beteiligt ist, wird das Duell dadurch nicht einfach wie ein gewöhnliches Drittligaspiel ohne VAR behandelt.
Der VAR erhält dabei keine Sonderbefugnis, weil besonders viel auf dem Spiel steht. Die vorgesehenen Überprüfungsmöglichkeiten richten sich nach den geltenden Regeln und dem Protokoll. Nicht jede strittige Szene führt zu einem Eingriff.
Bei der Torlinientechnik enthält die DFL-Spielordnung eine genauere Unterscheidung: Für die Bundesliga-Relegation und das Relegationsspiel im Stadion des Zweitligisten ist ein entsprechendes System grundsätzlich vorgeschrieben. Für das Spiel im Stadion des Drittligisten kann die DFL ein mobiles System anordnen. Ob die Technik dort konkret eingesetzt wird, ergibt sich aus der Ansetzung und Organisation des betreffenden Duells. Ein nicht funktionsfähiges System darf außerdem nicht eingesetzt werden.

Welche Relegationsregeln gelten in Amateur- und Regionalligen?
Unterhalb der Profiligen richtet sich die Entscheidung nach den Bestimmungen des zuständigen Wettbewerbs. Ein einzelnes Spiel auf neutralem Platz, Hin- und Rückspiel oder eine Aufstiegsrunde mit mehreren Mannschaften sind unterschiedliche Möglichkeiten. Aus dem Wort „Relegation“ allein kannst du den Ablauf nicht ablesen.
Auch die Beteiligten müssen nicht nach dem bundesweiten Muster Drittletzter gegen Dritten ausgewählt werden. Die Zahl der Auf- und Abstiegsplätze kann unter anderem davon abhängen, wie viele Vereine aus der darüberliegenden Ebene in einen bestimmten Verbandsbereich absteigen. Deshalb kann die endgültige Situation erst nach Entscheidungen in anderen Ligen feststehen.
Die Spielordnung des Norddeutschen Fußball-Verbands zeigt beispielsweise, dass eigene Vorgaben für Entscheidungsspiele, Aufstiegswege und weitere Durchführungsbestimmungen bestehen. Dieses Regelwerk ist ein regionales Beispiel, keine Vorschrift für ganz Deutschland. Für deine Mannschaft brauchst du die aktuelle Ordnung ihres Verbands und ihrer Spielklasse.
Prüfe bei einer konkreten Begegnung vor allem vier Dinge: Ist es ein einzelnes Spiel oder Teil einer Serie? Wie wird bei Gleichstand entschieden? Wo wird gespielt? Welche besonderen Einsatz- und Sperrbestimmungen gelten? Die Antwort „wie in der Bundesliga“ ist dafür zu ungenau.
Auch die Aufstiegsspiele aus der Regionalliga zur 3. Liga sind vom Rettungsduell eines Drittletzten zu unterscheiden. Dort können Vertreter zweier gleichrangiger Regionalligen um einen Aufstiegsplatz spielen. Es tritt dann kein bereits drittklassiger Verein an, der seinen Platz gegen einen Regionalligisten verteidigt.
Seit wann gibt es die heutige Relegation?
Die heutige deutsche Profi-Relegation wurde zur Saison 2008/09 wieder eingeführt. Schon in den 1980er-Jahren gab es Duelle zwischen dem Drittletzten der Bundesliga und dem Dritten der 2. Bundesliga. Zwischenzeitlich wurde der Aufstieg anders organisiert.
Historische Austragungen hatten teilweise andere Entscheidungsregeln. In früheren Jahren konnte ein zusätzliches drittes Spiel auf neutralem Boden nötig werden. Später spielte die Auswärtstorregel eine Rolle. Solche alten Abläufe erklären bekannte Dramen aus der Fußballgeschichte, beschreiben aber nicht den heutigen Modus.
Die wichtigste Unterscheidung beim Lesen alter Berichte ist deshalb das Regeljahr. „Damals blieb die Mannschaft mit zwei Unentschieden drin“ und „heute wäre das eine Verlängerung“ können beide richtig sein. Ein Fußballarchiv ist schließlich kein ständig aktualisiertes Regelheft.
Warum ist die Relegation umstritten?
Umstritten ist vor allem, welches Gewicht zwei zusätzliche Spiele gegenüber einer ganzen Ligasaison bekommen sollen. Der höherklassige Verein kann nach einer schwachen Spielzeit noch den Klassenerhalt schaffen. Der Herausforderer muss dagegen seinen über viele Spieltage erreichten dritten Platz erst in einem direkten Duell verwerten.
Für das Modell spricht aus Sicht seiner Befürworter der unmittelbare sportliche Vergleich: Der unterklassige Club muss zeigen, dass er sich gegen den möglichen künftigen Konkurrenten durchsetzen kann. Hin- und Rückspiel geben außerdem beiden Mannschaften ein Heimspiel. Für Zuschauer entsteht eine klar verständliche Entscheidung mit hoher Spannung.
Dagegen lässt sich einwenden, dass die Teams ihre Saison gegen unterschiedlich starke Gegner gespielt haben. Finanzielle Möglichkeiten und Kader können ebenfalls verschieden sein. Zwei Spiele entscheiden dann über Folgen, die sportlich und wirtschaftlich erheblich sind. Hinzu kommt die besondere Drucksituation am Saisonende.
Die Bewertung dieser Argumente ist eine sportpolitische Frage. Für den Ablauf auf dem Platz gilt unabhängig davon die vor Saisonbeginn festgelegte Ordnung. Ob du das Modell gerecht findest oder lieber einen dritten direkten Aufsteiger hättest, ändert daher nicht, wann das Rückspiel in die Verlängerung geht.
Für den nächsten Fußballabend
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