Was ist ein Anglerfisch und was macht ihn so besonders?

Ein Maul voller Nadelzähne, eine Lampe vor der Stirn und ein Liebesleben, bei dem selbst Science-Fiction-Autoren kurz nachdenken müssten: Der Anglerfisch wirkt wie ein Monster aus der Tiefsee. Dabei ist der berühmte schwarze Vertreter oft kaum länger als eine Hand. Hinter dem Namen steckt außerdem nicht nur eine einzige Art. Wir schauen uns deshalb vor allem die Tiefsee-Anglerfische an – und klären, wie groß sie wirklich werden, warum ihre Angel leuchtet und was bei ihrer Paarung tatsächlich passiert.

Kurz gesagt: Der hier gemeinte Tiefsee-Anglerfisch lockt Beute mit einer umgebildeten Flosse an, die wie eine Angel vor seinem Maul sitzt. Bei vielen Arten leuchtet deren Spitze mithilfe von Bakterien. Die Tiere sind hervorragend an Dunkelheit und Nahrungsknappheit angepasst, für Menschen jedoch keine realistische Gefahr.

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Welche Tiere gehören zu den Anglerfischen?

Der deutsche Name „Anglerfisch“ ist mehrdeutig. Gemeint sein können verschiedene Vertreter der Ordnung Armflosser (Lophiiformes) – darunter frei schwimmende Tiefsee-Anglerfische, hervorragend getarnte Fühlerfische und der als Speisefisch bekannte Seeteufel.

Wenn im Internet ein schwarzer Fisch mit Kugelkörper, riesigem Maul und leuchtender Angel auftaucht, ist meist ein Tiefsee-Anglerfisch aus der Unterordnung Ceratioidei gemeint. Von diesen sind rund 170 Arten bekannt. Das berühmte „Tiefseemonster“ auf vielen Bildern ist häufig der Bucklige Anglerfisch beziehungsweise Schwarze Tiefseeteufel mit dem wissenschaftlichen Namen Melanocetus johnsonii.

Anglerfisch-Steckbrief

MerkmalKurz erklärt
TiergruppeOrdnung Armflosser (Lophiiformes); Schwerpunkt hier: Tiefsee-Anglerfische (Ceratioidei)
Artenzahlrund 170 bekannte Tiefsee-Anglerfischarten
Verbreitungin den Ozeanen weltweit
Lebensraummeist frei im dunklen Wasser der Tiefsee, nicht grundsätzlich auf dem Meeresboden
Tiefeje nach Art ungefähr 300 bis 4.000 Meter; einzelne Nachweise reichen tiefer
Größevon wenigen Zentimetern bis ausnahmsweise etwa 1,20 Meter
Nahrungvor allem Fische und Krebstiere
BesonderheitAngel vor dem Maul; bei vielen erwachsenen Weibchen mit Leuchtorgan
Gefahr für Menschennicht als gefährlich bekannt; Begegnungen sind praktisch ausgeschlossen

Wer die Tiefsee gemeinsam mit Kindern weiter erkunden möchte, findet im Sachbuch WAS IST WAS Tiefsee. Überleben in der Finsternis* einen gut zugänglichen Einstieg. Das passt thematisch deutlich besser als irgendein leuchtendes Plastikmonster.

Sind Anglerfisch, Seeteufel und Laternenfisch dasselbe?

Nein – und genau hier entsteht online besonders viel Verwirrung. Der Seeteufel gehört wie die Tiefsee-Angler zur Ordnung der Armflosser. Der Laternenfisch gehört dagegen zur eigenständigen Ordnung Myctophiformes und besitzt Leuchtorgane am Körper statt einer Angel.

NameZoologische GruppeTypischer LebensraumLeuchtende Angel?Wichtigster Unterschied
Tiefsee-AnglerfischCeratioideifreies Wasser der Tiefseebei vielen erwachsenen Weibchenumfasst das berühmte schwarze „Tiefseemonster“
Fühler- oder RiffanglerfischAntennariidaeMeeresboden und Riffenormalerweise neinhervorragend getarnt, oft bunt oder schwammähnlich
SeeteufelLophiusam Meeresbodenneingroßer Speisefisch mit breitem, abgeflachtem Kopf
LaternenfischMyctophidaemeist offenes Meer, oft mit nächtlicher Wanderungkeine Angelbesitzt mehrere Leuchtorgane in Reihen am Körper

„Laternenfisch“ klingt zwar wie die perfekte deutsche Übersetzung für einen Fisch mit Lampe. Biologisch führt der Begriff aber in eine andere Familie.

Wie sieht ein Anglerfisch aus und wie groß wird er?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt sehr auf die Art und das Geschlecht an. Genau deshalb führen pauschale Größenangaben schnell in die falsche Tiefseerinne.

Ein weiblicher Melanocetus johnsonii hat einen dunkelbraunen bis schwarzen, rundlichen Körper, einen großen Kopf und ein Maul mit langen, nach innen gerichteten Zähnen. Sein weicher Körper, das dehnbare Maul und der erweiterungsfähige Magen helfen dabei, seltene Futterchancen auszunutzen. Die Männchen sehen mit ihrem schlankeren Körper, kleineren Maul und ohne leuchtende Angel deutlich unscheinbarer aus.

Beim Buckligen Anglerfisch Melanocetus johnsonii werden die Weibchen bis ungefähr 18 Zentimeter lang – also etwa so lang wie eine erwachsene Hand. Die Männchen bleiben mit maximal rund 2,9 Zentimetern ungefähr so klein wie eine Zwei-Euro-Münze im Durchmesser. Das ist ein Größenunterschied, für den selbst Dating-Apps keinen passenden Filter hätten.

Zu den größten Tiefsee-Anglerfischen gehört dagegen Ceratias holboelli. Weibchen können ausnahmsweise etwa 1,20 Meter erreichen. Frei lebende Männchen wurden nur bis ungefähr 1,3 Zentimeter beobachtet; dauerhaft angeheftete Männchen können später größer werden, bleiben aber erheblich kleiner als die Weibchen. Solche Riesenwerte beschreiben also nicht den typischen schwarzen Anglerfisch auf Fotos.

Angaben von bis zu zwei Metern betreffen meist den Seeteufel der Gattung Lophius. Er gehört zwar zur großen Verwandtschaft der Anglerfische, lebt und jagt aber anders als die frei schwimmenden Tiefsee-Anglerfische. Ein Größenvergleich ergibt daher nur Sinn, wenn die konkrete Art genannt wird.

Warum hat der Anglerfisch eine leuchtende Angel?

Die vermeintliche Lampe ist ein erstaunlich umgebautes Stück Fisch. Der erste Strahl der Rückenflosse wurde zu einer beweglichen Angel verlängert, dem Illicium. An dessen Spitze sitzt der Köder, die Esca. Bei vielen erwachsenen Weibchen der Tiefsee-Anglerfische leuchtet diese Spitze bläulich bis blaugrün.

Das Licht erzeugt der Fisch nicht völlig allein. Bei den meisten untersuchten leuchtenden Ceratioiden sitzen symbiotische Bakterien in der Esca und erzeugen dort das Licht. Vermutlich nehmen die Fische ihre leuchtenden Mitbewohner aus der Umwelt auf; wann und wie das bei jeder Art geschieht, ist noch nicht vollständig geklärt.

Nach der gängigen und sehr plausiblen Erklärung wirkt die bewegliche Esca wie ein kleines Beutetier und lockt neugierige Fische in die Nähe des Mauls. Direkte Jagdbeobachtungen sind allerdings selten, denn genau sie den lange für ausgestorben gehaltenen Quastenflosser bekommt man den Anglerfisch nur selten zu Gesicht… Zusätzliche Funktionen des Lichts werden weiterhin diskutiert. Das Leuchten der Angel ist eine Form der Biolumineszenz – also desselben Grundphänomens, das an manchen Küsten für blaues Meeresleuchten sorgt.

Allerdings trägt nicht jeder Anglerfisch eine leuchtende Laterne. Fühlerfische und Seeteufel angeln mit nicht leuchtenden Ködern, und bei den Tiefseeformen ist das auffällige Organ vor allem eine Spezialität erwachsener Weibchen. Auch für die beliebte Behauptung, der Fisch könne seine Lampe bewusst wie einen Lichtschalter an- und ausknipsen, gibt es bislang keinen sicheren Nachweis.

Ein gelbes Fragezeichen beobachtet in der dunklen Tiefsee einen jagenden Anglerfisch mit seiner leuchtenden Angel.

Wo und in welcher Tiefe lebt ein Anglerfisch?

Viele Tiefsee-Anglerfische leben pelagisch, also frei in der Wassersäule. Sie liegen nicht wie der Seeteufel auf dem Boden und warten dort auf Beute. Je nach Art halten sie sich grob zwischen 300 und 4.000 Metern Tiefe auf. Melanocetus johnsonii wurde sogar noch tiefer nachgewiesen.

Dort unten herrschen hoher Druck, niedrige Temperaturen und fast völlige Dunkelheit. Vor allem aber ist Nahrung selten. Ein Körper, der ständig auf Höchstleistung läuft, wäre hier ungefähr so praktisch wie ein Sportwagen ohne Tankstelle. Tiefsee-Anglerfische bewegen sich deshalb meist energiesparend und investieren in eine Jagdstrategie, bei der die Beute möglichst zum Maul kommt.

Der dunkle Körper macht viele Arten im schwachen Restlicht schwer erkennbar. Das bedeutet nicht, dass jeder Anglerfisch regelmäßig Beute verschlingt, die größer ist als er selbst. Es bedeutet aber: Wenn in der Tiefsee endlich Essen vorbeischwimmt, ist „zu große Portion“ kein besonders überzeugendes Gegenargument.

Jagd und Speiseplan in völliger Dunkelheit

Auf dem Speiseplan stehen hauptsächlich Fische und Krebstiere. Direkte Beobachtungen einer Jagd in der Tiefsee sind selten; vieles wissen Forschende deshalb aus Körperbau, Mageninhalten und Aufnahmen ferngesteuerter Tauchfahrzeuge.

Wie die Beuteaufnahme genau abläuft, unterscheidet sich vermutlich je nach Körper- und Kieferbau. Viele Tiefsee-Anglerfische bewegen ihre Esca vor dem Maul und erzeugen beim raschen Öffnen des Mauls einen Sog. Nach hinten gerichtete Zähne erschweren der Beute anschließend die Flucht. Dieses Saugschnappen ist keine exklusive Fähigkeit des Anglerfisches und kommt auch im Süßwasser vor: Der Axolotl zieht kleine Beutetiere mit einem raschen Öffnen des Mauls ein.

Wie extrem das werden kann, zeigt ein einzelner dokumentierter Magenfund: In einem nur 6,6 Zentimeter langen Melanocetus johnsonii steckte ein Fisch von ungefähr 24 Zentimetern Länge. Das ist ein spektakulärer Ausnahmefall und kein sinnvoller Durchschnittswert – aber ein ziemlich überzeugendes Argument dafür, beim Anglerfisch nicht vom Tellerdurchmesser auf den Appetit zu schließen.

Wie paaren sich Tiefsee-Anglerfische – und was geschieht mit dem Männchen?

Die Paarung hat den Ruf, der merkwürdigste Teil der Anglerfisch-Biologie zu sein. Ganz falsch ist das nicht. Falsch wäre jedoch die oft wiederholte Behauptung, jedes Männchen verschmelze dauerhaft mit einem Weibchen.

Bei Tiefsee-Anglerfischen kommen mehrere Systeme vor. Manche Männchen heften sich nur vorübergehend an ein Weibchen. Bei anderen Arten wachsen Haut und Blutgefäße dauerhaft zusammen. Das Männchen erhält dann Nährstoffe über das Weibchen und liefert im Gegenzug Spermien, sobald diese benötigt werden. Bei einigen Arten ist diese Verbindung für die Fortpflanzung zwingend, bei anderen nur eine von mehreren Möglichkeiten.

Damit der fremde Körper nicht abgestoßen wird, hat sich das Immunsystem der dauerhaft verschmelzenden Arten stark verändert. Forschende des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik konnten zeigen, dass dabei Teile der sonst üblichen erworbenen Immunabwehr verloren gingen oder umgebaut wurden.

Wichtig für alle, die gerade das bekannte schwarze Grinsegesicht vor Augen haben: Bei Melanocetus johnsonii sind die Männchen nicht dauerhaft parasitisch. Sie verschmelzen nicht mit dem Weibchen; zur Paarung wird lediglich eine vorübergehende Anheftung angenommen. Eine tatsächlich beobachtete feste Verbindung ist dagegen vom Fächerflossen-Anglerfisch Caulophryne jordani bekannt.

Bei Melanocetus johnsonii und vielen anderen Tiefsee-Anglern sind Eier und Larven pelagisch. Die Larven von M. johnsonii finden sich vor allem in den oberen 100 Metern und gehören dort zeitweise zum Plankton, bevor die heranwachsenden Tiere in größere Tiefen wechseln.

Ein weiblicher großer Anglerfisch und ein kleiner männlicher Anglerfisch sind miteinander verschmolzen, wie das gelbe Fragezeichen fasziniert feststellt.

Ist ein Anglerfisch gefährlich oder essbar?

Der Tiefsee-Anglerfisch ist nicht als Gefahr für Menschen bekannt. Die meisten Arten sind klein, leben Hunderte bis Tausende Meter unter der Oberfläche und würden einem Schwimmer unter normalen Umständen nie begegnen. Seine Zähne sehen also furchterregend aus, sind aber für Fische und Krebstiere gedacht – nicht für unvorsichtige Badegäste.

Auch als Lebensmittel spielt der berühmte schwarze Tiefsee-Anglerfisch keine etablierte Rolle. Wenn auf einer Speisekarte „Anglerfisch“, „Monkfish“ oder „Lotte“ steht, ist fast immer Seeteufel gemeint. Ob dessen Kauf empfehlenswert ist, hängt von Art, Fanggebiet und Fangmethode ab. Der kleine Schwarze Tiefseeteufel bleibt derweil besser dort, wo er hingehört: im Ozean und nicht zwischen Kartoffeln und Kräuterbutter.

Warum gelingen lebende Aufnahmen so selten?

Der Lebensraum liegt weit unterhalb dessen, was Menschen beim Tauchen erreichen. Dunkelheit, enorme Tiefe und die große Fläche der Ozeane machen jede Begegnung zum Glücksfall. Selbst Forschungstauchboote und Unterwasserroboter sehen oft nur wenige Minuten aus dem Leben eines Tieres, das ansonsten völlig unbeobachtet bleibt. Auch beim Riesenkalmar lagen zwischen der wissenschaftlichen Beschreibung und den ersten Fotos aus seinem natürlichen Lebensraum fast 150 Jahre.

2018 wurden außergewöhnliche Aufnahmen veröffentlicht, die Kirsten und Joachim Jakobsen bereits im August 2016 gemacht hatten: In etwa 800 Metern Tiefe schwamm ein Weibchen von Caulophryne jordani mit einem winzigen, fest angewachsenen Männchen. Das Alfred-Wegener-Institut beschreibt die Sequenz als erste Beobachtung eines lebenden Paares dieser Art in seinem natürlichen Lebensraum.

Im Januar 2025 sorgte außerdem ein weibliches Exemplar von Melanocetus johnsonii vor Teneriffa für Aufsehen. Es wurde am hellen Tag lebend nahe der Oberfläche beobachtet und gefilmt. Das Tier wirkte verletzt und in schlechtem Zustand, starb wenige Stunden später und wurde anschließend dem Naturkundemuseum MUNA übergeben. Warum es aus der Tiefsee aufgestiegen war, ist nicht geklärt. Verletzung, Strömung, Flucht vor einem Räuber oder eine Erkrankung sind lediglich Hypothesen.

Die Szene war außergewöhnlich, aber nicht die erste Filmaufnahme eines lebenden Anglerfischs überhaupt. Tiefseeroboter hatten Melanocetus johnsonii bereits zuvor in seinem normalen Lebensraum aufgenommen. Sensationell genug bleibt der Besuch an der Oberfläche trotzdem – man muss ihm keine erfundene Weltpremiere ankleben.

Vom Boot aus sieht ein gelbes Fragezeichen einen Anglerfisch, der an der Wasseroberfläche schwimmt.

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Das Tiefseemonster ist spannender als sein Ruf

Der Anglerfisch ist kein riesiges Monster, sondern ein Paket aus erstaunlichen Anpassungen. Seine Angel bringt Beute in Reichweite, sein Maul nutzt seltene Mahlzeiten konsequent aus, und seine Fortpflanzung löst ein Problem, das in der weiten Tiefsee besonders schwierig ist: überhaupt einen Partner zu finden. Nicht jede Art leuchtet oder verschmilzt dabei nach demselben Drehbuch – die Wahrheit ist komplizierter und zum Glück interessanter als das übliche „hässliches Monster mit Lampe“.

FAQ: Häufige Fragen zum Anglerfisch

Sind Tiefsee-Anglerfische blind?

Nein, Tiefsee-Anglerfische sind nicht pauschal blind. Größe und Ausbildung ihrer Augen unterscheiden sich je nach Art, Geschlecht und Lebensphase. Bei erwachsenen Weibchen sind die Augen häufig klein; die Männchen vieler Arten besitzen dagegen gut entwickelte Augen und Geruchsorgane, die ihnen vermutlich bei der Partnersuche helfen. Wie leistungsfähig das Sehen einzelner Arten tatsächlich ist, lässt sich bislang nicht allgemein beantworten.

Wie alt wird ein Anglerfisch?

Für die berühmten Tiefsee-Anglerfische gibt es keine verlässliche allgemeine Altersangabe. Die Tiere sind selten, schwer lebend zu beobachten und kaum langfristig zu untersuchen. Online genannte Werte wie „20 Jahre“ sollten deshalb nur verwendet werden, wenn sie eindeutig für eine bestimmte Art belegt sind.

Kann man einen Tiefsee-Anglerfisch im Aquarium halten?

Für private Aquarien ist die Haltung praktisch ausgeschlossen. Für pelagische Tiefsee-Angler gibt es keine etablierte langfristige Aquarienhaltung; bereits lebende Bergung und Transport sind äußerst schwierig. Hinzu kommen artspezifische Anforderungen an Temperatur, Nahrung und möglicherweise Wasserdruck. Flachwasser-Fühlerfische werden dagegen in spezialisierten Meerwasseraquarien gehalten.

Hat der Anglerfisch natürliche Feinde?

Ja, zumindest einzelne Funde belegen das. Tiefsee-Anglerfische wurden etwa in Mägen größerer Raubfische und von Pottwalen nachgewiesen. Eine allgemeine Feindesliste wäre trotzdem unseriös, weil die rund 170 Arten in unterschiedlichen Tiefen und Meeresgebieten leben und nur selten direkt beobachtet werden.

Wie findet das winzige Männchen ein Weibchen?

Bei mehreren Arten spielen Geruchsstoffe wahrscheinlich eine wichtige Rolle; manche Männchen besitzen dafür auffällige Riechorgane. Welche Signale sie genau über große Entfernungen verfolgen und wie sich die Suche zwischen den Arten unterscheidet, ist noch nicht vollständig geklärt. In der riesigen Tiefsee bleibt ein Treffer jedenfalls wertvoller als jeder noch so perfekte Anmachspruch.