Beluga-Wal: Warum ist er weiß und hat er wirklich Knie?

Belugawale sind weiße Zahnwale, die in arktischen und subarktischen Gewässern leben. Sie können den Kopf zur Seite drehen, verständigen sich mit erstaunlich vielen Lauten und orientieren sich selbst unter dichtem Eis per Echoortung. Die vermeintlichen Knie, die auf manchen Fotos zu erkennen sind, besitzen sie allerdings nicht. Dabei handelt es sich lediglich um Körperfalten und weiches Gewebe. Auch ohne Beine gehört der Beluga zu den ungewöhnlichsten Bewohnern der Arktis.

Was ist ein Beluga-Wal?

Der Beluga-Wal ist ein mittelgroßer Zahnwal aus der Familie der Gründelwale. Sein wissenschaftlicher Name lautet Delphinapterus leucas. Der erste Teil bedeutet sinngemäß „Delfin ohne Flosse“, während leucas auf seine weiße Färbung verweist.

Auch der Name Beluga hat mit der Farbe zu tun. Er geht auf ein russisches Wort für „weiß“ zurück. Deshalb wird das Tier im Deutschen ebenfalls Weißwal genannt.

Ein Beluga ist zoologisch kein Delfin im engeren Sinne. Delfine gehören zur Familie der Delphinidae, der Beluga dagegen gemeinsam mit dem Narwal zur Familie der Monodontidae. Beide sind jedoch Zahnwale und damit durchaus miteinander verwandt. Der Narwal mit seinem vermeintlichen Horn ist sogar der engste heute lebende Verwandte des Belugas.

Belugawal-Steckbrief: Die wichtigsten Fakten

Wissenschaftlicher NameDelphinapterus leucas
Weitere NamenBeluga, Weißwal
TiergruppeSäugetiere, Zahnwale
FamilieGründelwale
Engster VerwandterNarwal
KörperlängeWeibchen bis etwa 4,3 Meter, Männchen bis etwa 5,5 Meter
Höchstgewichtgroße Männchen bis ungefähr 1.600 Kilogramm
VerbreitungArktis und Subarktis der Nordhalbkugel
NahrungFische, Tintenfische, Garnelen, Krebse und andere Meerestiere
Lebenserwartunghäufig 60 bis 70 Jahre, einzelne Tiere möglicherweise deutlich älter
Tauchtiefebis zu ungefähr 1.000 Meter
Tauchdauerbis zu etwa 25 Minuten
Gefährdungsstatusweltweit nicht gefährdet, einzelne Populationen jedoch stark bedroht

Belugas und Narwale können sich paaren

Belugas und Narwale können tatsächlich gemeinsamen Nachwuchs bekommen. Genetische Untersuchungen an einem ungewöhnlichen Walschädel aus Westgrönland ergaben, dass das Tier einen Beluga als Vater und einen Narwal als Mutter hatte.

Dieser männliche Hybrid wird gelegentlich „Narluga“ genannt. Er besaß weder das typische Narwalhorn noch das vollständige Belugagebiss. Stattdessen hatte er mehrere ungewöhnlich geformte Zähne. Die 2019 veröffentlichte genetische Untersuchung des Beluga-Narwal-Hybriden lieferte den bisher einzigen wissenschaftlich bestätigten Nachweis einer solchen Kreuzung.

Wie sieht ein Beluga-Wal aus?

Ein ausgewachsener Beluga besitzt einen kräftigen weißen Körper, einen rundlichen Kopf und keine sichtbare Rückenflosse. Seine kurze Schnauze, die bewegliche Mundpartie und die gewölbte Stirn verleihen ihm ein auffallend ausdrucksstarkes Gesicht.

Der leicht nach oben gebogene Verlauf des Mauls sieht häufig wie ein freundliches Lächeln aus. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Wal gerade besonders gute Laune hat. Der Gesichtsausdruck entsteht in erster Linie durch seine Anatomie.

Warum sind Belugawale weiß?

Ausgewachsene Belugas sind weiß, weil diese Farbe im arktischen Lebensraum eine gute Tarnung zwischen Eis, Schnee und hellen Wasserflächen bietet. Neugeborene Belugas sehen dagegen noch völlig anders aus: Sie kommen dunkelgrau, blaugrau oder bräunlich zur Welt.

Im Laufe der ersten Lebensjahre wird ihre Haut immer heller. Je nach Tier und Geschlecht kann es etwa fünf bis zwölf Jahre dauern, bis die typische weiße Färbung erreicht ist.

Manche Belugas wirken zeitweise gelblich. Dafür können Kieselalgen verantwortlich sein, die sich auf der Haut ansiedeln. Einige Populationen häuten sich im Sommer und reiben dabei ihre Haut an grobem Kies in flachen Gewässern. Was nach einer ausgedehnten Schönheitsbehandlung am Strand klingt, hilft ihnen, die alte äußere Hautschicht loszuwerden.

Wozu dient die dicke Stirn des Belugas?

In der gewölbten Stirn befindet sich die sogenannte Melone, ein Organ aus speziellem Fettgewebe. Sie bündelt die Klicklaute, die der Beluga für seine Echoortung erzeugt, und richtet sie wie eine akustische Linse nach vorn.

Muskeln rund um die Melone ermöglichen es dem Wal, ihre Form sichtbar zu verändern. Das erklärt, warum die Stirn in verschiedenen Situationen mal rund, mal abgeflacht oder beinahe kantig aussieht. Der Beluga denkt sich also nicht plötzlich eine neue Frisur aus, sondern verändert einen wichtigen Teil seines Schallsystems.

Die ausgesendeten Klicklaute treffen auf Fische, Eisschollen oder den Meeresboden und kehren als Echo zurück. Aus diesen Echos kann der Wal unter anderem Entfernung, Richtung und Größe eines Objekts erkennen. So findet er selbst in dunklem oder trübem Wasser den richtigen Weg.

Warum hat der Beluga keine Rückenflosse?

Der Beluga besitzt keine hohe Rückenflosse, weil diese unter dem arktischen Meereis eher hinderlich wäre. Stattdessen verläuft auf seinem Rücken ein niedriger, widerstandsfähiger Wulst.

Damit kann er dicht unter Eisschollen entlangschwimmen, ohne ständig mit einer Flosse gegen das Eis zu stoßen. Der kräftige Rückenwulst kann vermutlich außerdem dabei helfen, dünne Eisschichten aufzubrechen.

Beluga Wal schwimmt unter dem Meereis neben einem roten Fragezeichen

Eine weitere Besonderheit liegt im Hals: Anders als bei den meisten Walen sind die Halswirbel des Belugas nicht fest miteinander verwachsen. Deshalb kann er den Kopf zur Seite drehen und nicken. Diese Beweglichkeit ist besonders in flachen Küstengebieten, zwischen Eisschollen und bei der Nahrungssuche am Meeresboden nützlich.

Haben Belugawale wirklich Knie oder Beine?

Belugawale haben weder sichtbare Hinterbeine noch Knie. Die angeblichen „Beine“, die auf einigen Unterwasserfotos zu erkennen sind, entstehen durch die Form von Muskeln, Fettpolstern und Hautfalten an der Unterseite des Körpers.

Wie andere Wale besitzen Belugas im Körperinneren kleine Beckenknochen. Sie erinnern an eine erstaunliche Entwicklungsgeschichte: Die ersten Wirbeltiere kamen zwar aus dem Wasser an Land, doch ein Zweig der landlebenden Säugetiere kehrte vor ungefähr 50 Millionen Jahren wieder ins Wasser zurück. Aus ihm entstanden die heutigen Wale. Die Beckenknochen des Belugas sind Überreste dieser ehemals vierbeinigen Vorfahren. Sie tragen heute keine Beine mehr, dienen aber unter anderem als Ansatzpunkte für Muskeln im Bereich der Fortpflanzungsorgane.

Wo leben Belugawale?

Belugawale leben ausschließlich auf der Nordhalbkugel in arktischen und subarktischen Gewässern. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst vor allem Küstenregionen vor Kanada, Alaska, Grönland und Russland sowie Gewässer rund um Spitzbergen.

Viele Populationen unternehmen jahreszeitliche Wanderungen. Im Sommer halten sie sich häufig in flachen Buchten, Flussmündungen und Küstengewässern auf. Dort finden sie Nahrung, bringen ihre Jungen zur Welt und häuten sich. Im Winter folgen sie dem Meereis oder ziehen in tiefere Gewässer.

Andere Populationen bleiben das ganze Jahr über in einem begrenzten Gebiet. Dazu gehören beispielsweise die Belugas im Cook Inlet vor Alaska und im Sankt-Lorenz-Strom in Kanada.

Können Belugas in Flüssen und in der Ostsee leben?

Belugas können zeitweise in Flussmündungen, Brackwasser und sogar Süßwasser leben. Manche Tiere folgen Fischschwärmen weit in große Flüsse hinein. Dauerhafte Belugapopulationen gibt es in deutschen Flüssen oder in der Ostsee jedoch nicht.

Dass sich einzelne Tiere weit von der Arktis entfernen, ist selten, aber möglich. Der berühmteste deutsche Fall ereignete sich 1966: Ein Beluga, der den Namen „Moby Dick“ erhielt, schwamm mehrere Wochen durch den Rhein. Nachdem zunächst kaum jemand den Berichten über einen weißen Wal bei Duisburg glauben wollte, wurde das Tier von zahlreichen Menschen beobachtet. Es fand schließlich selbstständig zurück in die Nordsee. Das Deutsche Historische Museum dokumentiert die außergewöhnliche Rheinreise.

Auch in der Nord- und Ostsee werden gelegentlich weiße Wale gemeldet. Nicht jede Sichtung lässt sich zweifelsfrei bestätigen. Ein einzelner heller Wal ist daher noch kein Beweis für eine neue Belugapopulation vor der Haustür.

Was fressen Belugawale?

Belugawale fressen vor allem Fische sowie Tintenfische, Garnelen, Krebse und andere wirbellose Meerestiere. Ihr genauer Speiseplan hängt davon ab, welche Beute im jeweiligen Lebensraum und zu welcher Jahreszeit verfügbar ist.

Zu den häufig gefressenen Fischen gehören unter anderem:

  • Kabeljau und Polardorsch
  • Heringe
  • Lachse
  • Lodden
  • Plattfische
  • Stinte

Ein Beluga besitzt etwa 32 bis 40 kegelförmige Zähne. Zum gründlichen Kauen sind diese jedoch kaum geeignet. Der Wal erzeugt stattdessen mit seinem Maul einen Unterdruck, saugt kleinere Beutetiere ein und schluckt sie weitgehend unzerkaut hinunter.

Bei der Jagd hilft ihm seine Echoortung. Dadurch kann er Fische selbst in trübem Wasser, bei arktischer Dunkelheit oder dicht über dem Meeresboden aufspüren. Einige Gruppen jagen gemeinsam und treiben Fischschwärme in günstige Positionen.

Wie verständigen sich Belugawale?

Belugawale verständigen sich mit Pfeiflauten, Quietschen, Trillern, Knurren, Klickserien und zahlreichen weiteren Geräuschen. Ihr außergewöhnlich großes Lautrepertoire brachte ihnen den Spitznamen „Kanarienvögel der Meere“ ein.

Die Tiere nutzen Laute nicht nur zur Orientierung, sondern auch zur sozialen Verständigung. Sie halten damit Kontakt zu anderen Gruppenmitgliedern, koordinieren Bewegungen und reagieren vermutlich auf Gefahren. Manche Rufe sind sogar über der Wasseroberfläche oder durch den Rumpf eines Bootes zu hören.

Echoortung und Kommunikation sind dabei zwei unterschiedliche Anwendungen von Schall. Die sehr kurzen, hochfrequenten Echolotklicks dienen hauptsächlich dazu, die Umgebung zu untersuchen. Viele soziale Rufe sind länger und für andere Belugas bestimmt.

Wie leben Belugas in der Gruppe?

Belugas sind gesellige Tiere, deren Gruppen sich regelmäßig verändern können. Einige Verbände bestehen nur aus wenigen Tieren, während sich an ergiebigen Nahrungsplätzen oder während der Wanderungen Hunderte Belugas versammeln können.

Weibchen sind häufig gemeinsam mit ihrem Nachwuchs unterwegs. Männchen bilden teilweise eigene Gruppen. Einzelne Wale können zwischen verschiedenen Verbänden wechseln, sodass ihre Gesellschaft eher einem beweglichen sozialen Netzwerk als einer starren Großfamilie ähnelt.

Innerhalb der Gruppe schwimmen Belugas gemeinsam, berühren sich, verfolgen einander und spielen mit Gegenständen oder selbst erzeugten Luftblasen. Nicht jede wilde Verfolgungsjagd ist deshalb ein Streit. Manchmal haben die weißen Wale schlicht erkennbar Beschäftigungsbedarf.

Wie intelligent sind Belugawale?

Belugawale verfügen über ein gutes Lernvermögen, können andere Tiere imitieren und komplizierte Aufgaben lösen. Besonders ausgeprägt ist ihre Fähigkeit, neue Laute nachzuahmen. Der in menschlicher Obhut lebende Beluga NOC erzeugte sogar Geräusche, deren Rhythmus und Tonhöhe an menschliche Sprache erinnerten. Wirklich sprechen konnte er nicht, doch er veränderte seine normale Lauterzeugung auf bemerkenswerte Weise.

Eine 2026 veröffentlichte Studie zur Selbsterkennung bei Belugas untersuchte vier Tiere mit einem Spiegel. Zwei Weibchen zeigten Verhaltensweisen, die darauf hindeuteten, dass sie das Spiegelbild zur Betrachtung des eigenen Körpers nutzten. Eines richtete außerdem eine markierte Körperstelle gezielt zum Spiegel aus.

Die Untersuchung liefert damit Hinweise auf eine Form visueller Selbsterkennung. Wegen der kleinen Zahl getesteter Tiere wäre es jedoch übertrieben, daraus abzuleiten, dass jeder Beluga zuverlässig einen Spiegeltest besteht oder genauso über sich selbst nachdenkt wie ein Mensch.

Wie alt werden Belugawale?

Belugawale können mindestens 60 bis 70 Jahre alt werden, einzelne Tiere möglicherweise 80 Jahre oder sogar noch älter. Frühere Angaben von nur etwa 30 Jahren beruhten auf einer falschen Interpretation der Wachstumsschichten in ihren Zähnen.

Ähnlich wie bei den Jahresringen eines Baumes entstehen im Zahn eines Belugas wiederkehrende Schichten. Forschende gehen heute davon aus, dass normalerweise eine solche Wachstumsgruppe pro Jahr angelegt wird. Die NOAA nennt einen Beluga mit 80 nachgewiesenen Wachstumsschichten und hält wegen des Zahnabriebs sogar ein noch höheres tatsächliches Alter für möglich.

Wie bekommen Belugawale Nachwuchs?

Belugaweibchen bringen nach einer Tragzeit von ungefähr 15 Monaten normalerweise ein einzelnes Kalb zur Welt. Die Geburten finden überwiegend im Sommer in flachen Küstengewässern, Buchten oder Flussmündungen statt.

Ein neugeborener Beluga ist bereits ungefähr 1,50 bis 1,60 Meter lang. Das Kalb wird mindestens zwei Jahre gesäugt und bleibt zunächst eng bei seiner Mutter. Weibchen bekommen meist nur alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs.

Die langsame Fortpflanzung ist für kleine oder schrumpfende Populationen problematisch. Gehen innerhalb kurzer Zeit viele Tiere verloren, können Belugas diese Verluste nicht durch besonders viele Geburten ausgleichen.

Sind Belugawale gefährlich für Menschen?

Belugawale gelten nicht als typische Gefahr für Menschen und jagen keine Menschen als Beute. Begegnungen in freier Wildbahn verlaufen normalerweise friedlich. Einige Belugas sind ausgesprochen neugierig und nähern sich Booten oder betrachten Menschen im Wasser.

Trotzdem handelt es sich um tonnenschwere Wildtiere. Ein Beluga kann einen Menschen bereits durch eine unabsichtliche Bewegung verletzen. Besonders Tiere, die sich an Menschen gewöhnt haben, können aufdringlich werden oder gefährliche Situationen an Booten verursachen.

Bei einer Begegnung sollte man deshalb Abstand halten, den Fluchtweg des Wals freilassen und weder versuchen, ihn anzufassen, noch ihn zu füttern oder zu verfolgen. Das schützt nicht nur den Menschen, sondern verhindert auch, dass der Wal seine natürliche Vorsicht verliert.

Die natürlichen Feinde der Belugas sind vor allem Orcas und Eisbären. Orcas verfolgen die Wale im offenen Wasser und können ganze Gruppen aus ihren bevorzugten Gebieten vertreiben. Eisbären erbeuten gelegentlich Belugas, die in kleinen Atemlöchern oder zwischen Eisschollen eingeschlossen sind.

Sind Belugawale vom Aussterben bedroht?

Die Weltnaturschutzunion IUCN bewertet auf ihrer Roten Liste, wie stark Tier- und Pflanzenarten bedroht sind. Sie führt den Beluga weltweit in der Kategorie „Least Concern“, also als nicht gefährdete Art. Diese Einstufung betrifft jedoch die gesamte Art. Einzelne Belugapopulationen können trotzdem stark bedroht sein. So gilt beispielsweise die isolierte Population im Cook Inlet vor Alaska als extrem gefährdet.

Das zeigt, warum eine weltweite Einstufung allein nur einen Teil der Geschichte erzählt. Eine insgesamt große Art kann an einzelnen Orten beinahe verschwinden. Laut einem kanadischen Statusbericht zu den Belugapopulationen sind auch mehrere kanadische Bestände gefährdet oder bedroht.

Zu den wichtigsten Gefahren gehören:

  • Veränderungen des Meereises und der Beuteverteilung
  • zunehmender Schiffsverkehr in der Arktis
  • Unterwasserlärm durch Schiffe, Bauarbeiten und Rohstoffgewinnung
  • Öl, langlebige Schadstoffe und Plastikmüll
  • Beifang und andere Verwicklungen in Fischereigerät
  • Lebensraumverluste in Küsten- und Flussgebieten
  • regional nicht nachhaltige Jagd
  • Krankheiten und Strandungen
  • zunehmende Ausbreitung von Orcas in bisher stark vereiste Gebiete

Gerade Unterwasserlärm ist für ein Tier problematisch, das sich akustisch orientiert. Laute Schiffe und Bauarbeiten können wichtige Rufe überdecken, die Jagd erschweren oder dazu führen, dass Belugas geeignete Lebensräume meiden.

Fazit: Was macht den Beluga-Wal so besonders?

Der Beluga ist ein hoch spezialisierter arktischer Zahnwal. Seine weiße Haut tarnt ihn zwischen dem Eis, die fehlende Rückenflosse erleichtert das Schwimmen unter Eisschollen und die bewegliche Melone bündelt seine Echolotklicks. Dazu kommen ein ungewöhnlich flexibler Hals, ein großes Lautrepertoire und ein komplexes Sozialleben.

Knie oder Beine besitzt er nicht. Dafür kann er in völliger Dunkelheit jagen, bis zu ungefähr 1.000 Meter tief tauchen, menschlich klingende Laute imitieren und möglicherweise sogar sein eigenes Spiegelbild erkennen. Der Beluga zeigt damit sehr überzeugend, dass ein Tier auch ohne angebliche Meerjungfrauenbeine ungewöhnlich genug sein kann.